Ansprache Lesen
Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).
Für Kinder
Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.
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Praktische Umsetzung als Checkliste.
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Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles
MTA GermanyDeutsche Übersetzung
In der Freitagsansprache vom 06. Februar 2026 sagte Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA:
Die Untrennbarkeit von Gottesliebe und Gottesdienst
Wie Allah der Allmächtige uns gelehrt hat, ist der Heilige Prophet MuhammadSAW ein vollkommenes Vorbild für uns und zwar in jeder Hinsicht. In den vorangegangenen Freitagsansprachen habe ich in diesem Zusammenhang bereits über seine Liebe zu Allah gesprochen. Im Zuge dieser Erörterung kam auch der hohe Standard seiner Gottesdienste zur Sprache. Eigentlich hatte ich beabsichtigt, das Thema seiner Gottesdienste im Anschluss an das Thema der Liebe zu Allah gesondert zu behandeln. Doch als ich über die Liebe zu Allah sprach, kamen unweigerlich viele Begebenheiten zur Sprache, die seinen Gottesdienst betrafen. Auch wenn ich es wollte, kann ich diese beiden Themen nicht voneinander trennen, denn sie bedingen einander unabdingbar. Es gibt keinen Gottesdienst ohne die Liebe zu Allah, und keine Liebe zu Allah ohne Gottesdienst. Fehlt die Liebe zu Allah, so kann wahrhaftiger Gottesdienst gar nicht erst stattfinden.
Was ich heute weiter ausführen werde, steht zwar unter der Überschrift des Gottesdienstes, mündet aber letztlich – wie ich schon in der letzten Ansprache erwähnte – in der Liebe zu Allah. Den hohen Maßstab dieser Liebe, wie ihn Allah im Heiligen Qur'an dargelegt hat, habe ich bereits anhand eines Verses erläutert. Allah der Erhabene spricht:
قُلۡ اِنَّ صَلَاتِیۡ وَنُسُکِیۡ وَمَحۡیَایَ وَمَمَاتِیۡ لِلّٰہِ رَبِّ الۡعٰلَمِیۡنَ
„Sprich: ‚Mein Gebet und mein Opfer und mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten.‘“ Wie ich bereits sagte, dass dieser Vers bereits ausführlich besprochen wurde, bedarf es keiner Wiederholung. Indem Allah uns durch den Heiligen ProphetenSAW mit den Worten
فَاتَّبِعُوۡنِیۡ یُحۡبِبۡکُمُ اللّٰہُ
„So folget mir; (dann) wird Allah euch lieben“ – dazu auffordert, ihm nachzueifern, weist Er uns an, ebenfalls nach diesen hohen Maßstäben zu streben. Allah sagt [dem ProphetenSAW]: Verkünde den Menschen, dass Allah sie lieben wird, wenn sie dir folgen, und dass sie so die Liebe Gottes erlangen können. Dieser Befehl an den Propheten ist zugleich eine Weisung seitens Allah an uns, diese Standards ernsthaft anzustreben.
Der Zweck der menschlichen Schöpfung
Hinsichtlich des Gottesdienstes hat uns Allah der Erhabene durch den Heiligen ProphetenSAW im Heiligen Qur'an zahlreiche Gebote erteilt. An einer Stelle heißt es:
وَمَا خَلَقۡتُ الۡجِنَّ وَالۡاِنۡسَ اِلَّا لِیَعۡبُدُوۡنِ
„Und Ich habe die Dschinn und die Menschen nur darum erschaffen, dass sie Mir dienen.“ Damit macht Allah deutlich: Wenn ihr mir folgen wollt, dann hört gut zu! Begreift den Zweck der menschlichen Schöpfung, so wie ich ihn begriffen habe, und bemüht euch, diesem Zweck gerecht zu werden. Nur dann werdet ihr das Ziel eurer Erschaffung erreichen und nur dann werdet ihr die Liebe Allahs erlangen. Ferner lenkt Allah der Erhabene an einer anderen Stelle die Aufmerksamkeit auf den Gottesdienst und spricht:
یٰۤاَیُّہَا النَّاسُ اعۡبُدُوۡا رَبَّکُمُ الَّذِیۡ خَلَقَکُمۡ وَالَّذِیۡنَ مِنۡ قَبۡلِکُمۡ لَعَلَّکُمۡ تَتَّقُوۡنَ
„O ihr Menschen, dienet eurem Herrn, der euch erschuf und die, die vor euch waren, auf dass ihr gottesfürchtig sein möget.“ Um also die Nähe Allahs zu erlangen und Taqwa – die Gottesfurcht – zu entwickeln, ist es unerlässlich, Allah anzubeten und das Niveau dieses Gottesdienstes stetig zu steigern.
Weiter spricht Allah der Erhabene:
یٰۤاَیُّہَا الَّذِیۡنَ اٰمَنُوا ارۡکَعُوۡا وَاسۡجُدُوۡا وَاعۡبُدُوۡا رَبَّکُمۡ وَافۡعَلُوا الۡخَیۡرَ لَعَلَّکُمۡ تُفۡلِحُوۡنَ
„O die ihr glaubt, beuget euch und fallet nieder und verehret euren Herrn und tut das Gute, auf dass ihr Erfolg habt.“ Als der Heilige ProphetSAW uns diese Gebote überbrachte, hat er ihre Vollendung durch sein eigenes Handeln vorgelebt und uns darauf aufmerksam gemacht, dass wahrer Gehorsam und wahre Befolgung erst dann erfüllt sind, wenn ihr versucht, euch selbst auf diese spirituelle Stufe zu heben. Jene Gebete, die er für seine Ummah sprach, werden uns erst dann umhüllen und sich für uns als nützlich erweisen, wenn wir sein Vorbild und seine Weisungen stets vor Augen haben und uns bemühen, danach zu handeln. Bloßes Zurschaustellen und leere Worte bringen keinen Segen.
Die ungeteilte Aufmerksamkeit im Gebet
Ich habe bereits viele Beispiele für die von ihm etablierten Maßstäbe genannt, möchte aber noch einige weitere anführen. Er ließ keine Gelegenheit zum Gottesdienst ungenutzt; selbst der Schlaf war von Anbetung gekennzeichnet, wie er selbst sagte: „Meine Augen schlafen zwar, aber mein Herz ist nicht achtlos gegenüber dem Gedenken und dem Gottesdienst Allahs.“ Er wies auch seine Anhänger an, diesen Standard anzustreben, sodass Allah ihnen stets vor Augen sei. Mit welcher Feinheit er sich in Angelegenheiten seines eigenen Gottesdienstes selbst prüfte, zeigt folgende Überlieferung: Hadhrat AischaRA berichtet, dass der ProphetSAW mit einem Tuch betete, das Muster aufwies. Er warf einen Blick auf diese Muster. Als er das Gebet beendet hatte, sagte er: „Bringt dieses mein Tuch zu Abu Jahm und bringt mir dafür das schlichte Tuch von Abu Jahm – also ein einfaches Tuch ohne Muster –, denn dieses hat mich soeben von meinem Gebet abgelenkt.“ Das heißt: Schon ein flüchtiger Blick darauf war für ihn unerträglich, weil seine Aufmerksamkeit sich dadurch von Allah dem Erhabenen hätte abwenden können.
Hadhrat AischaRA berichtete weiter, dass der ProphetSAW sagte: „Ich sah dessen Muster, während ich im Gebet war, und ich fürchtete, es könnte mich in Versuchung führen.“ In der Erläuterung hierzu hat Syed Zainul Abideen Wali Ullah Shah Sahib geschrieben, dass „der Kern dieses Kapitels in der Schlichtheit der Kleidung liegt; sie sollte keinen solchen Glanz oder Auffälligkeiten besitzen, die die Aufmerksamkeit binden. Mit zunehmender geistiger Reife neigt der Mensch von Natur aus zur Schlichtheit.“ Er schreibt, dass „wir auch heute sehen, dass Menschen mit gutem Geschmack bei der Wahl ihrer Kleidung schlichte Farben bevorzugen.“ Doch heutzutage gibt es auch solche, die ständig an ihrer Kleidung herumnesteln und deren Sorge eher der korrekten Bügelfalte gilt. Im Gebet jedoch sollte die volle Konzentration dem Gebet gelten und nicht einem Kleidungsstück. Weiter schreibt er, dass „im Gebet „Istighraq“ – also völlige Versunkenheit – notwendig ist. Das heißt, das Gebet kann nur dann ein wahrhaftiges Gebet sein, wenn der Mensch gänzlich darin eintaucht. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber des Islam jegliche Ablenkung im Umfeld des Betenden missbilligt. Dies verdeutlicht, mit welcher Intensität er Allah anbeten wollte, sodass nicht einmal ein flüchtiger Blick auf etwas fallen sollte, das ihn von Allah ablenken könnte. Diesbezüglich heißt es in verschiedenen Ahadith, dass im Sichtfeld keine Bilder geben sollte: Weder sollte Kleidung mit Bildern vor einem sein, noch ein Vorhang mit Abbildungen, denn all diese Dinge können dazu führen, dass man im Gebet abgelenkt wird. Deshalb wurde davon abgeraten. Beim Beten sollten sich keine solchen Vorhänge oder Abbildungen vor einem befinden, die die Aufmerksamkeit ablenken, wenn man sich ihnen zuwendet, insbesondere nicht in Richtung der Qibla.
Schlichtheit und die Vermeidung von Bequemlichkeit
Ein weiteres Zeugnis für seinen allerhöchsten Standard findet sich in folgendem Bericht. Hadhrat Ja'far bin Muhammad berichtet von seinem Vater, dass Hadhrat AischaRA gefragt wurde: „Wie war das Bett des Gesandten AllahsSAW in Ihrem Haus beschaffen?“ Sie antwortete: „Es war aus Leder und mit Palmfasern gefüllt.“ Hadhrat HafsaRA wurde ebenfalls gefragt: „Wie war das Bett des Gesandten AllahsSAW bei Ihnen?“ Sie antwortete: „Es war aus grobem Wollstoff, gefertigt aus Tierhaar. Ich legte es doppelt, damit es etwas weicher wurde, und HudhurSAW schlief darauf. Eines Nachts dachte ich: Warum lege ich es nicht vierfach, damit es noch weicher und bequemer wird? Das würde ihm mehr Ruhe verschaffen. Also legten wir es vierfach zusammen. Als der Morgen anbrach, fragte erSAW: ‚Was habt ihr mir heute Nacht untergelegt?‘ Hadhrat Hafsa berichtet, dass ich antwortete: ‚Es war Ihr gewohntes Bett, wir haben es nur vierfach gefaltet, damit es für Sie bequemer ist.‘ Da sagte erSAW: ‚Belasst es in seinem ursprünglichen Zustand, denn seine übermäßige Weichheit wurde mir heute Nacht zu einem Hindernis für das Gebet.‘“ Auch wenn die Weichheit des Bettes ihn sicherlich nicht vom Gottesdienst abgehalten hätte, so war dem ProphetenSAW doch selbst das Gefühl nicht recht, dass das Bett zu bequem sei und er darauf für eine Weile liegenbleibt, statt zum Gottesdienst aufzustehen und darin eine gewisse Bequemlichkeit zu sehen. Dies war sein höchster Maßstab.
Die emotionale und körperliche Hingabe im Gebet
Die körperliche Intensität seines Gottesdienstes beschrieb die Mutter der Gläubigen, Hadhrat SaudaRA, folgendermaßen: „Ich betete einmal hinter dem Heiligen ProphetenSAW, und er blieb so lange im Ruku (der Verbeugung), dass ich mir die Nase zuhalten musste – ich fürchtete, durch den Druck würde mir Blut aus der Nase laufen.“ Ein solcher Zustand ist nur möglich, wenn eine Liebe vorhanden ist, die das Herz des Menschen an der Schwelle des Geliebten fesselt. In welche Haltung er auch ging, in welchem Zustand er auch geraten mag, er versinkt gänzlich darin. Bezüglich der Intensität berichtet Mutarrif von seinem Vater. Er sagte: „Ich sah den Gesandten AllahsSAW beten, und aufgrund seines Weinens drang aus seiner Brust ein Geräusch wie das einer mahlenden Mühle.“ Das heißt, es war ein Geräusch, wie wenn eine Mühle läuft. An anderer Stelle wird dies auch mit dem Brodeln eines kochenden Kessels verglichen.
In einer weiteren Überlieferung berichtet Hadhrat Muaz bin JabalRA: „Ich saß auf einem Reittier hinter dem Heiligen ProphetenSAW, getrennt nur durch den hinteren Teil des Sattels. Er rief: ‚O Muaz bin Jabal!‘ Ich antwortete: ‚Ich bin zugegen, o Gesandter Allahs, und es ist mir eine Ehre.‘ Dann ritt er eine Weile weiter und sagte erneut: ‚O Muaz bin Jabal!‘ Ich antwortete wieder: ‚Ich bin zugegen, o Gesandter Allahs, und es ist mir eine Ehre.‘ Dann ritt er wieder eine Weile und sagte: ‚O Muaz bin Jabal!‘ Ich antwortete: ‚Ich bin zugegen, o Gesandter Allahs, und es ist mir eine Ehre.‘ Er sprach: ‚Weißt du, welches Recht Allah gegenüber Seinen Dienern hat?‘ Ich sagte: ‚Allah und Sein Gesandter wissen es am besten.‘ Da sagte er: ‚Das Recht Allahs gegenüber den Dienern ist, dass sie Ihn anbeten und Ihm nichts zur Seite stellen.‘ Dann ritt er eine Weile weiter und fragte: ‚O Muaz bin Jabal!‘ Ich sagte: ‚Ich bin zugegen, o Gesandter Allahs, und es ist mir eine Ehre.‘ Er sprach: ‚Weißt du, welches Recht die Diener gegenüber Allah haben?‘ – Zuerst ging es um Allahs Recht, nun um das Recht der Diener, vorausgesetzt, sie erfüllen ihre Pflicht als anbetende Diener. – Ich sagte: ‚Allah und Sein Gesandter wissen es am besten.‘ Da sagte er: ‚Dass Er sie nicht straft.‘“ Das heißt, dass Allah die Diener vor der Pein bewahrt.
Die Bedeutung der Sunna als praktiziertes Vorbild
Der ProphetSAW hat also nicht nur seine eigenen Maßstäbe etabliert, sondern uns auch den Rat erteilt, diese zu erreichen: Wenn ihr so handelt, werdet ihr die Liebe Allahs erlangen und vor Seiner Strafe bewahrt bleiben. Hadhrat Masih-e Mau'udRA sagt an einer Stelle im Lobpreis des Heiligen ProphetenSAW: „Der Heilige ProphetSAW nahm sich der Aufgabe der Aufrechterhaltung der Sunna genauso an wie der Verbreitung des Heiligen Qur’an. Genauso wie der Heilige Qur’an völlige Gewissheit ist, ist auch die praktizierte und regelmäßige Sunna Gewissheit.“ – Das heißt: eine solche Sunna, die bis zu ihm reicht, die durch sein eigenes Handeln belegt ist und bei der die Überlieferer dies fortlaufend weitergeben – also eine durchgehende Kette von Überlieferungen. – „Beide Dienste hat der Heilige ProphetSAW mit seiner eigenen Hand geleistet und empfand beide als seine Pflicht. Als beispielsweise das Gebot des Ritualgebets kam, legte der Heilige ProphetSAW dieses Wort Allahs durch sein Tun offen und zeigte durch seine Praktizierung, welche Rakaat zum Fajr-Gebet gehörten und welche zum Maghrib-Gebet und wie die Rakaat der übrigen Gebete aussahen. Genauso zeigte er die Pilgerfahrt durch sein eigenes Tun und ließ die beständige Befolgung dieser Praxis fest etablieren, indem er durch seine eigene Hand Tausenden Gefährten diese Tat anordnete.“ – Er hat es selbst gezeigt und ließ das anschließend bei ihnen fest etablieren. – „Die Sunna ist also der Name für das praktizierte Vorbild, das bis heute in der Umma in Form von Praxis gesehen und gefühlt werden kann.“ Er schreibt: „Doch der Heilige ProphetSAW ließ das Hadith nicht unmittelbar vor sich aufschreiben noch ließ er ihre Sammlung durchführen.“
Hier vergleicht er Sunnah und Hadith und stellt klar: Die Sunnah hat Vorrang, Hadith folgt danach; und ein Hadith, das dem Qur'an und der Sunnah nicht widerspricht, ist authentisch. Indem er dies zum Lob des ProphetenSAW ausführt und darlegt, was dessen Standards im Gottesdienst waren, erklärt er auch, dass der Prophet all dies praktisch vorlebte, seine Anhänger dazu ermahnte und sie zur Umsetzung brachte. Dies ist jene Sunnah, die uns bis heute erreicht. Die Vorbilder der Gefährten, die zu uns gelangt sind, sind allein das Ergebnis der Erziehung durch den Heiligen ProphetenSAW. Er erzog sie derart, dass ihre Standards im Gottesdienst und ihre Liebe zu Allah immer weiter wuchsen. Dies ist das Vorbild, das der Gesandte AllahsSAW etabliert hat, das von seinen Gefährten übernommen wurde und das auch für uns verbindlich ist.
Die Wichtigkeit des Tahajjud-Gebets
Er hat sehr eindringlich zum Tahajjud, dem nächtlichen Gebet, ermahnt. Hadhrat Musleh Mau'udRA schreibt in seinem Tafsir, dass „der Heilige ProphetSAW so sehr auf diese freiwilligen Gebete, die Nawafil, bedacht war, dass er trotz der Freiwilligkeit nachts umherschaute, wer von den Gefährten diese freiwilligen Gebete verrichtet. Das heißt, er ging durch die Straßen und Gassen der Stadt, und man konnte erkennen, wo das Gebet erklang, wer zur Tahajjud-Zeit aufgestanden war und wer nicht betete. Er überprüfte also aktiv, wer das Tahajjud verrichtete und wer nicht. Würde man heute jemanden über die Gebete fragen, oder wenn gesagt wird, dass man die Gebete in der Moschee verrichten solle oder gefragt wird, wie viele Gebete du in der Moschee verrichtest, käme der Einwand: „Das ist meine Privatsache! Wer seid ihr, mich zu fragen? Warum fragt die Jamaat danach? Das ist eine Sache zwischen mir und Allah.“ Doch der Heilige ProphetSAW selbst pflegte sogar das Verrichten des Tahajjud-Gebets zu überprüfen.
Einmal wurde in seiner Anwesenheit Hadhrat Abdullah bin UmarRA lobend erwähnt, dass er sehr gut sei und diese und jene Eigenschaften besitze. Der ProphetSAW sagte: „Ja, der Mann ist sehr gut, vorausgesetzt, he betet Tahajjud.“ Da er noch jung war und im Tahajjud etwas nachlässig, machte ihn der Prophet auf diese Weise darauf aufmerksam. Ferner sagte der Heilige ProphetSAW, dass Allah sich jenes Ehepaares erbarmen möge: Wenn der Mann nachts aufwacht, soll er Tahajjud beten und seine Frau wecken, dass auch sie aufstehen und das Tahajjud verrichten soll. Wird sie nicht wach, darf er ihr sanft Wasser ins Gesicht spritzen. Ebenso soll die Frau, wenn sie aufwacht, selbst das Tahajjud verrichten und ihren Mann wecken, und wenn er nicht reagiert, ihm Wasser ins Gesicht spritzen. Seht, einerseits hat der Gesandte AllahsSAW es als äußerst notwendig erklärt, dass eine Ehefrau ihren Ehemann respektiert und andererseits zum Zwecke des Aufweckens für Tahajjud sogar das Bespritzen mit Wasser erlaubt. Dies zeigt, für wie essenziell er das Tahajjud hielt. Zudem sagt der Qur'an, dass das Aufstehen in der Nacht das Ego, das Nafs, diszipliniert. Deshalb riet der ProphetSAW den Gefährten: „Auch wenn ihr nur zwei Rakaat Tahajjud betet, so betet sie unbedingt.“
Aus den Ahadith ist ferner bekannt, dass Allah der Erhabene im letzten Teil der Nacht Seinen Dienern besonders nahe kommt und Gebete erhört. Deshalb ist das Verrichten des Tahajjud sehr wichtig und sehr vorteilhaft. Zweifellos ist es allein die Gnade Gottes, die zur Erlösung führt. Kein Mensch kann Anspruch auf das Paradies allein durch seine Taten erheben. Denn selbst der größte Praktizierende und der Gott am meisten Folgeleistende, MuhammadSAW, verließ sich nicht auf seine Taten. Dies ist auch in den Überlieferungen festgehalten, wie ich bereits letzten Freitag erwähnt habe. Der Heilige ProphetSAW erklärte dies Hadhrat Aischa und den anderen Gefährten. Als er gefragt wurde: „Werden Sie aufgrund Ihrer Taten ins Paradies eingehen?“, antwortete er: „Nein, Aischa, auch ich werde nur durch die Gnade Gottes eingehen.“ Wenn also ein Mensch wie MuhammadSAW – dessen jeder Atemzug, dessen Gehen und Wandern, dessen Schlafen, Wachen und jede Regung und jede Stille Gottesdienst war, ja selbst das Aufsuchen des Ortes der Notdurft und die Beziehung zu den Ehefrauen dem Gottesdienst unterlag – wenn ein solch großer gottesdienender Mensch dies sagt, dass er nicht durch seine Taten, sondern Gottes Huld ins Paradies eintreten wird, wer sind dann wir, dass wir uns auf unsere Taten verlassen könnten? Man mag fragen: Wie konnte jede Handlung des Propheten Gottesdienst sein? Dies ist so, weil Allah bestätigt hat, dass jeder seiner Zustände Gottesdienst war. Ein Unkundiger könnte die Frage aufwerfen, wie denn eine jede Tat des Heiligen ProphetenSAW zum Gottesdienst werden konnte, dann sollten wir uns dessen bewusst sein, dass jede seiner Handlungen wirklich ein Akt des Gottesdienstes war. Doch es stimmt, außer ihm kann es keinen geben, dessen jede einzelne Handlung Gottesdienst ist. Da er das vollkommene Vorbild, das Uswa-e-Hasana, ist, geschah jede seiner Handlungen um Gottes Wohlgefallen willen – und was um Gottes willen geschieht, wird zum Gottesdienst. Bei jedem anderen Menschen ist dies nicht automatisch der Fall.
Alles Handeln als Vorbild und Gottesdienst
Über den Heiligen ProphetenSAW hat Allah gesagt:
لَکُمۡ فِیۡ رَسُوۡلِ اللّٰہِ اُسۡوَۃٌ حَسَنَۃٌ
„Wahrlich, ihr habt an jeder Handlung des Gesandten AllahsSAW ein schönes Vorbild.“ Bedeutet dies etwa nicht, dass der Gesandte AllahsSAW durch sein Handeln definiert, was erlaubt (halal) und was verboten (haram), was erwünscht und was missbilligt ist. Jede seiner Handlungen ist eine Veranschaulichung, eine Angabe. Zum Beispiel war sein Beten nicht nur die Umsetzung eines göttlichen Gebots, sondern gleichzeitig eine Proklamation: dies sind Pflichtgebete, dies Sunnah-Gebete, und dies freiwillige Gebete, die über die Pflichtgebete hinaus gehen und deren Verrichtung für die Nähe Gottes notwendig ist. Sein Essen war eine Verkündung dessen, was halal ist; was er mied, war nicht zum Verzehr geeignet. Da sein ganzes Handeln als Vorbild diente, war alles, was er tat oder unterließ, sowie was er anordnete und verbat, Teil seines Gottesdienstes, da es dem Befehl Gottes unterstand.
Ein Beispiel hierfür ist die Frage einer person nach der Zeit des Asr-Gebets. Natürlich ist es vorzuziehen, das Gebet zur frühesten Zeit zu verrichten. Doch einmal zögerte der ProphetSAW es so lange hinaus, bis die Zeit äußerst knapp wurde. Auch dieses Hinauszögern war ein Gottesdienst. Warum? Weil er damit der Ummah lehrte, dass ein Gebet, das aus zwingenden Gründen erst zur letzten Zeit verrichtet wird, dennoch gültig ist. Seine Pflichtgebete, seine Sunnah und seine Nawafil waren alle eine Proklamation des Gottesdienstes. Und trotz dieses Zustands betonte er, dass er nur durch Gottes Gnade ins Paradies eingehen werde. (Also Gott hatte ihm bestätigt, dass alle seine Handlungen Gottesdienst sind, dennoch erklärte der Prophet, dass er nur durch Gottes Huld ins Paradies kommen wird.) Wie können wir dann mit unseren geringfügigen Taten behaupten, dass wir durch unsere Taten ins Paradies kommen werden? Dies verdeutlicht, wie unerlässlich die Huld Allahs ist. Allahs Huld ist enorm wichtig. Doch diese Huld wird nicht durch bloße Lippenbekenntnisse erlangt. Es bedarf eines Faktors. Und worum handelt es sich dabei: um das Handeln. Nach der Sunnah des Heiligen ProphetenSAW zu handeln, sich darum zu bemühen, sowie die Bemühung, die Qualität des eigenen Gottesdienstes zu steigern und die Liebe Allahs zu gewinnen. Denn, wie ich eingangs sagte: Gottesdienst ist ohne die Liebe zu Allah nicht möglich, und die Liebe zu Allah ist ohne Gottesdienst nicht denkbar.
Die innere Verfassung während des Gebets
Bezüglich des Zustandes, in dem sich der Heilige ProphetSAW während des Gebets befand, hat Hadhrat Musleh Mau'udRA an einer Stelle in seinem Tafsir geschrieben. Ich werde diese hier teils mit meinen eigenen Worten wiedergeben, doch der Inhalt ist entnommen aus seinen Erläuterungen. Es gibt viele, die das Gebet verrichten, doch ihre Augen, ihr Herz, ihr Verstand und ihre Brust sind keine Stützen dieses Betens. Sie sprechen zwar Gebete, doch ihre Augen schweifen umher, ihr Herz weilt an einem anderen Ort und ihre Gedanken irren ab. Jene Liebe, die die Brust erfüllen sollte – die Liebe zu Allah dem Erhabenen –, ist nicht vorhanden. Und was ist die Folge? Da diese Faktoren das Gebet nicht begleiten und es nicht bestätigen, bleibt es ein rein äußerliches, formelles Gebet. Die Augen werden nicht feucht, das Herz schmilzt nicht dahin. Während des Gebets aber sollten sich die Augen mit Tränen füllen, das Herz sollte weich werden und der Verstand sich ungeteilt auf Gott richten. Wenn die Brust nicht vor Eifer wallt, so ist das Resultat, dass das Gebet wirkungslos verfliegt, gerade so, wie Staub verweht wird.
Wer könnte wohl freier sein als der Heilige ProphetSAW? Und doch wird über ihn berichtet, dass zuweilen, wenn er betete, ein Laut aus seiner Brust drang, der dem Brodeln eines kochenden Topfes glich. Er weinte so sehr, dass sein gesegneter Bart von Tränen durchnässt wurde. Viele Menschen jedoch verhalten sich ihrer Gewohnheit gemäß selbst Allah gegenüber hochmütig und missbilligen das Weinen im Gebet. Es ist jedoch unabdingbar, dass im Gebet ein Zustand der Rührung eintritt; hierfür muss der Mensch sich ernsthaft bemühen. Der Verheißene MessiasAS hat uns dafür ein wirksames Mittel genannt: Man solle seine Miene so gestalten, als ob man weine. Dieser rein äußerliche Zustand wirkt schließlich auf das Herz ein, sodass dann auch wirkliche Tränen fließen. Der Heilige ProphetSAW hat uns gelehrt: „Dies sind meine Standards der Anbetung, und ich bin dankbar.“ Er brachte zum Ausdruck: „Allahs Huld ist es, die mich retten wird, und um diese Huld zu erlangen, bete ich und danke Ihm für Seine Gaben. Denn Allah ist der Unbedürftige; wenn ich Ihm keine Dankbarkeit erweise – wer weiß, wie Er dann an mir handeln würde?“ Wenn also selbst ein Mensch wie der Heilige ProphetSAW, der das Oberhaupt aller Rechtschaffenen ist, nicht auf Taten verzichten konnte, wie könnten dann andere Menschen davon befreit sein? Wie können Leute behaupten, sie seien der Taten enthoben, sie bedürften keiner Werke mehr und Allah würde ihnen ohnehin vergeben? Solche Aussagen stammen von Ungläubigen, nicht von Gläubigen.
Gedenken Allahs (Dhikr) und religiöse Disziplin
Auch das Gedenken Allahs ist eine Sunnah des Heiligen ProphetenSAW. Hadhrat Musleh Mau'udRA erwähnte in einer Freitagsansprache eine spezielle Form des Gedenkens, die vor dem Schlafengehen praktiziert wird: „Der Heilige ProphetSAW pflegte vor dem Schlafen das Ayat-ul-Kursi sowie die drei letzten Suren des Heiligen Qur’an – Sure Al-Ikhlas, Sure Al-Falaq und Sure An-Nas – dreimal zu rezitieren, daraufhin auf seine Hände zu hauchen und diese über seinen Körper zu streichen. Er begann dabei am Kopf und strich soweit über den Körper, wie seine Hände reichten. Dies ist die Sunnah des ProphetenSAW – denn eine Handlung, die er als religiöse Aufgabe verstand und regelmäßig sowie dauerhaft ausführte, nennt man Sunnah. Da er dieses Gedenken – also das Rezitieren des Ayat-ul-Kursi und der drei „Qul“-Suren – jede Nacht pflegte, sollte jeder Muslim diese Sunnah einhalten und sie zu einem festen Bestandteil seines Lebens machen.
Man darf dieses Gedenken keinesfalls mit dem Gedanken vernachlässigen, es sei nicht zwingend notwendig und das Unterlassen führe nicht in die Hölle. Ebenso wenig darf man dem Irrglauben verfallen, dieses Gedenken allein genüge, um ins Paradies zu gelangen, und mache andere Taten überflüssig. Die religiösen Pflichten müssen erfüllt werden. Manche Leute schreiben mir Briefe und bitten um ein kurzes Gebet oder einen Dhikr, den sie aufsagen können, damit in ihnen Tugenden entstehen, ihre Sünden getilgt werden, ihre Angelegenheiten sich regeln und sie Allahs Nähe erlangen. Das Fundament jedoch ist der Gottesdienst, also die Pflichtgebete. Der Heilige ProphetSAW verrichtete nach den Pflichtgebeten auch die freiwilligen Gebete (Nawafil). Zuerst gilt es also, jene Standards zu erreichen, die für das Erscheinen vor Allah in den Pflichtgebeten notwendig sind; danach folgen die Nawafil und erst dann das weitere Gedenken Allahs. Der Dhikr lenkt die Aufmerksamkeit des Menschen auf weitere Tugenden, doch gleichzeitig ist es unerlässlich, hohe moralische Werte zu leben und gute Taten zu vollbringen.
Um die Nähe Allahs zu erlangen, Probleme zu lösen und die Erhörung von Gebeten zu erfahren, ist es notwendig, jedem Befehl Allahs Folge zu leisten – und zwar genau so, wie es uns der Heilige ProphetSAW vorgelebt hat. Man muss danach streben, dieser vollständigen Sunnah zu folgen. Man darf sich keinesfalls der Illusion hingeben, dass das bloße Aufsagen von Dhikr alle Probleme löst oder den Weg ins Paradies garantiert. Taten und die Erfüllung der Pflichten sind in jedem Fall wichtig. Wenn selbst der Heilige ProphetSAW für seinen spirituellen Fortschritt dieser Formen des Gedenkens bedurfte, wie können wir dann behaupten, wir hätten sie nicht nötig? Wie erwähnt, war es seine ständige Praxis, vor dem Schlafen das Ayat-ul-Kursi und die drei „Qul“-Suren dreimal zu rezitieren und den Segen durch Berührung auf seinen Körper zu übertragen.
Abkehr von Heuchelei und Selbstdarstellung
Hadhrat Musleh Mau'udRA hat auch auf einen anderen Aspekt sehr detailliert hingewiesen. Er schreibt an einer Stelle: „Religiöse Führer sind oft bestrebt, den Eindruck zu erwecken, ihre Gottesdienste und ihr Gedenken seien intensiver als die der gewöhnlichen Menschen.“ Solche Personen, die sich Gelehrte nennen oder an der Spitze religiöser Organisationen stehen, „verfallen in Gekünsteltheit, damit die Leute sie für besonders fromm halten.“ Selbst große politische Führer haben dieses Verhalten angenommen; man sieht sie mit Gebetsketten in den Händen. Ob Imam einer Moschee oder Amtsinhaber einer Organisation – sie betrachten sich als Vorbilder für die Welt oder versuchen zumindest, diesen Eindruck zu vermitteln. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, greifen sie zu Heuchelei und stellen ihre Frömmigkeit zur Schau. Dies findet man sowohl bei muslimischen als auch bei nicht-muslimischen Anführern, und ähnliche Berichte gibt es über gewisse Stammesführer. Wenn es sich um Muslime handelt, geht ihr Drang zur Selbstdarstellung so weit, dass sie beim Wudu (Gebetswaschung) die Gliedmaßen mit übertriebenem Aufwand und lange waschen. Sie behaupten sogar, Wassertropfen des Wudus dürften nicht auf den Körper fallen, da dies Unreinheit verursache. Ihre Verbeugungen und Niederwerfungen dehnen sie künstlich in die Länge, nur um durch ihre Haltung Demut und Hingabe vorzutäuschen.
Geschähe dies, um Allahs Liebe zu gewinnen, wäre es eine andere Sache; doch es geschieht, um der Welt zu gefallen. Vor den Augen der Menschen murmeln sie lange Litaneien und halten Gebetsketten in der Hand, um äußerlich den Eindruck von Dhikr zu erwecken. Der Heilige ProphetSAW hingegen, der gottesfürchtiger und reiner war als jeder andere Mensch und dessen Gottesfurcht niemand erreichen kann, blieb in all diesen Dingen schlicht. Sein Leben war gänzlich frei von solchen Umständlichkeiten und Förmlichkeiten.
Hadhrat Abu QatadaRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW sagte: „Manchmal stehe ich zum Gebet auf und habe die Absicht, es in die Länge zu ziehen. Doch dann höre ich das Weinen eines Kindes und verkürze mein Gebet aus der Sorge heraus, ich könnte die Mutter des Kindes in Bedrängnis bringen.“ Mit welch einer Schlichtheit erklärte der Heilige ProphetSAW doch, dass er das Gebet wegen der Stimme eines Kindes zügig verrichtete! Die heutigen sogenannten Sufis (Mystiker) würden eine solche Aussage wohl als Beleidigung ihrer Würde empfinden. Sie setzen ihren Stolz in der Zurschaustellung, dass sie im Gebet derart entrückt sind, dass sie selbst Trommelschläge neben sich nicht bemerken würden. Doch der Heilige ProphetSAW war frei von solch künstlichem Verhalten. Seine Größe war ihm von Gott dem Erhabenen verliehen, sie war nicht von Menschen gemacht. Er verlangte nichts von Menschen, er suchte die Erhabenheit allein bei Gott dem Erhabenen, weshalb er frei von solchen Dingen war. Solche Vorstellungen hegt nur jemand, der glaubt, dass Menschen einem Ehre verleihen. Diese Zurschaustellung kann nur jemandem zugeordnet werden, der glaubt, dass die Menschen Ehre verleihen. Wer jedoch verstanden hat, dass alle Ehre von Allah kommt, so wie es der Heilige ProphetSAW durch seine Praxis und sein Handeln gezeigt hat, dem kommen solche Gedanken nicht in den Sinn. In ihnen herrscht Einfachheit, und so sollte es sein.
Erleichterungen und wahre Reinheit
Hadhrat AnasRA erzählt, dass er einmal gefragt wurde, ob der Heilige ProphetSAW mit Schuhen das Gebet verrichtete. Zwar gilt es, in der Anbetung hohe Standards zu erreichen, doch wo Erleichterung geboten ist, soll man sie nutzen – ähnlich wie ich es bezüglich der Zeit des Asr-Gebets erläutert habe, dass man alle Aspekte berücksichtigen muss. Doch im Kern und in der Realität geht es darum, die Anbetung Allahs und Sein Wohlgefallen im Blick zu behalten. Wie auch immer: Er (also Hadhrat AnasRA) wurde gefragt, ob der Heilige ProphetSAW auch mal mit Schuhen das Gebet verrichtet habe. Er bejahte dies. Aus diesem Ereignis lässt sich herausstellen, wie sehr der Heilige ProphetSAW Geziertheit vermied.
Die heutigen Muslime, die weder den Glauben noch die Lehren des Islam wirklich kennen, würden wohl einen Aufstand machen, wenn sie jemanden mit Schuhen beten sähen. Solange jemand nicht all ihre selbst gemachten Bedingungen erfüllt, können sie es nicht ertragen. Der ProphetSAW jedoch ist unser perfektes Vorbild; er achtete auf die Realität und war nicht an Formalitäten gebunden. Leider ist dieser Zustand auch heute noch anzutreffen. Ein Ahmadi schrieb mir von einer Begebenheit: Ein Gegner sprach ihn an und fragte, warum er das Glaubensbekenntnis spreche oder warum er überhaupt bete. Er sagte: „Du verrichtest doch gar kein Gebet, noch kennst du den Qur’an. Was weißt du schon? Was hast du damit zu tun?“ Er erwiderte: „Ob ich es kann oder nicht, da du aber ein Ahmadi, ein Mirzai, ein Qadiani bist, hast du nicht zu beten, und es sollte dir auch gar nicht möglich sein.“ Dies ist der Zustand der heutigen Leute – sie selbst handeln nicht, aber sind uns feindlich gesinnt.
Fest steht, dass Reinheit und Sauberkeit Bedingungen für die Anbetung Allahs sind, wie es der Heilige Qur’an und die Ahadith belegen. Wenn die Schuhe jedoch sauber sind und man damit nicht an Orten war, wo sie mit Dreck in Berührung kamen, spricht im Bedarfsfall nichts dagegen, damit zu beten. Durch dieses Verhalten hat der ProphetSAW einer Ummah eine große Erleichterung verschafft und sie vor künftiger Geziertheit und Künstlichkeit bewahrt. Jene, die heute über solche Kleinigkeiten streiten und in Formalitäten vernarrt sind, sollten von diesem vollkommenen Vorbild lernen. Eine Handlung, die der Ehrfurcht vor Allah und der Gottesfurcht keinen Abbruch tut, mindert auch nicht den spirituellen Rang eines Menschen.
Das Aufrichten des Gebets (Iqamat-us-Salaat)
Des Weiteren ist das Aufrichten des Gebets (Iqamat-us-Salaat) eine sehr wichtige Sache. Dies bedeutet, selbst zu beten, andere dazu anzuhalten und das Gebet mit Aufrichtigkeit, Eifer, nach ordnungsgemäßer Waschung, ruhig und bedächtig sowie in der Gemeinschaft unter Einhaltung aller Bedingungen zu verrichten. In einem Hadith heißt es, das Gebet sei ein Mittel der Begegnung zwischen Gott und dem Diener. Durch das Gebet färbt sich der Gläubige in jener göttlichen Farbe, die Allah durch den Propheten vermitteln möchte.
Der Heilige ProphetSAW legte so großen Wert auf das Gemeinschaftsgebet, dass einmal ein blinder Gefährte zu ihmSAW kam und sagte: „O Gesandter AllahsSAW, mein Haus ist weit von der Moschee entfernt, und da der Weg zur Moschee mir große Schwierigkeiten bereitet, bitte ich Sie, mir zu erlauben, dass ich an den Tagen, an denen es regnet, das Gebet zu Hause zu verrichten kann.“ In Medina bestanden die Häuser aus Lehm, und bei Regen füllten sich die Gassen mit Wasser, sodass man sich an den Hauswänden entlang tasten musste. Es war dort jedoch gang und gäbe, dass zum Schutz vor dem Wasser Steine an den Wänden angebracht wurden, damit das Wasser die Lehmwände nicht beschädigte. Der blinde Gefährte sagte: „Wegen des Wassers kann ich nicht in der Mitte des Weges gehen; gehe ich am Rand, sehe ich nichts, und die Steine verletzen mich. Ich laufe Gefahr zu stürzen. Darf ich also zu Hause beten?“ Der Heilige ProphetSAW sagte: „Gut, bete zu Hause, wenn es dir schwerfällt, ist es kein Problem.“ Doch als der Mann ging, ließ der ProphetSAW ihn kurz darauf zurückrufen und fragte: „Erreicht der Ruf zum Gebet (Adhan) dein Haus?“ Er antwortete: „Ja, o Gesandter Allahs, der Adhan erreicht mich.“ Daraufhin sprach der ProphetSAW: „Wenn der Ruf dich erreicht, dann musst du zur Moschee kommen, selbst wenn du stolperst oder dich verletzt.“
Der Verheißene MessiasAS erklärt: Ich sage abermals, dass in ihm die Bäume der Liebe zu Allah wachsen und gedeihen und jene süßen und reinen Früchte tragen werden, in welchen sich
اُکُلُہَا دَآئِمٌ
[seine Frucht ist immerwährend] erfüllt. Denkt daran, dass dies genau der Ort ist, an dem der Pfad der Mystiker (Sufis) endet. Wenn der Suchende hier ankommt, sieht er nur noch und einzig die Manifestation Gottes. Er erklärt weiter, dass der Zustand der Dienerschaft, sprich der richtige Zustand der Dienerschaft in Wahrheit in der Anbetung liegt. Ein Zustand, in dem Allah im Gedächtnis bleibt und Er während der Anbetung vor dem inneren Auge ist – das ist wahre Anbetung.
Warner und Überbringer froher Botschaft
Bezüglich des Verses
اِنَّنِیۡ لَکُمۡ مِّنۡہُ نَذِیۡرٌ وَّبَشِیۡرٌ
[Ich bin euch ein Warner und ein Bringer froher Botschaft von Ihm.] führt der Verheißene MessiasAS aus: Da diese vollkommene Anbetung und Dienerschaft, sprich vollkommen und aufrichtig Allah anzubeten, eine großartige Aufgabe ist, kann der Mensch sie nicht ohne ein schönes und vollkommenes Vorbild und ohne den vollkommenen Einfluss einer heiligen Kraft bewältigen. Deshalb sagte der Heilige ProphetSAW: Ich bin von diesem Gott als Warner und Bringer froher Botschaft gekommen. Wenn ihr mir gehorcht und mich annehmt, warten große frohe Botschaften auf euch, denn ich bin ein Bringer froher Botschaft. Wenn ihr mich jedoch ablehnt, so gedenkt, dass ich als Warner gekommen bin; dann werdet ihr großen Strafen und Leid begegnen.
Dies ist der Punkt, den wir genau betrachten müssen. Da wir den ProphetenSAW angenommen haben und seinem Vorbild folgen wollen, haben wir ihn als Bringer froher Botschaften akzeptiert. Diese frohe Botschaften können wir nur erlangen, wenn wir auch die Rechte unserer Gebete erfüllen und uns bemühen, jenen Standard zu erreichen, den sein Vorbild verlangt. Man muss sich bewusst sein, dass diese Bemühung Opfer und einen Jihad (Anstrengung) erfordert. Manche sagen leichthin, wenn man sie fragt, sie würden versuchen, die fünf Gebete zu verrichten. Doch wenn man genau hinschaut, ist dies oft nur eine Täuschung des eigenen Ichs. Eine echte Bemühung geht mit einer tiefen Sorge einher. Jeder von uns muss sich prüfen: Sind unsere Bemühungen wahrhaftig oder nicht?
Die Abkehr von weltlicher Furcht durch Gottesdienst
Der Verheißene MessiasAS beschrieb die Art der Anbetung des ProphetenSAW in der Höhle Hira, wo Gefahr durch wilde Tiere, Schlangen und Leoparden drohte. Dies wurde bereits erwähnt, dass er dort Gebete sprach. Er erklärte dazu: Es ist ein Gesetz, dass, wenn die Anziehungskraft zu einer Seite überhandnimmt, die Furcht vor der anderen Seite aus dem Herzen weicht. Als die Anziehung der Liebe zu Allah wuchs und die Konzentration auf die Anbetung vollkommen war, verschwand die Furcht vor weltlichen Dingen. Er nannte als Beispiel ängstliche Frauen, die sich in dunklen Nächten normalerweise nicht hinaustrauen, es aber zwingend tun, wenn ihr Kind krank ist – selbst in finsterer Nacht an Orte, die sie tagsüber meiden würden. Er sagt: Wenn Gottesfurcht und Liebe siegen, werden alle anderen Ängste und Bindungen nichtig. Für ein solches Gebet ist auch das Alleinsein notwendig; in dieser vollkommenen Bindung manifestieren sich die göttlichen Lichter. Jede tiefe Beziehung verlangt nach einem Schleier, also nach Verborgenheit, um sich zu offenbaren.
Er sagt weiter: „Die Anbetung darf nur für Allah sein, nicht für den Schein.“ Wenn ihr in Gehorsam, Anbetung und Dienst Geduld zeigt, wird Gott euch niemals verloren gehen lassen. Im Islam gab es Tausende, die allein an ihrem spirituellen Licht erkannt wurden; sie bedurften keiner ockerfarbenen Gewänder, langer Roben oder spezieller Trachten, wie es bei Betrügern üblich ist. Die aufrichtigen Menschen Gottes trugen keine Uniformen, um sich durch das Gewand als „großer Bettelmönch“, „großer Mystiker“ oder besonders fromm auszuweisen. Der Heilige ProphetSAW trug keine Kleidung, die ihn von anderen abhob. Einmal verwechselte ein Mann Hadhrat Abu BakrRA mit dem Heiligen ProphetenSAW, schüttelte ihm die Hand und erwies ihm Ehre. Schließlich stand Hadhrat Abu Bakr auf und fächelte dem ProphetenSAW Luft zu; so zeigte er durch seine Handlung – und nicht durch Worte – dass jener der ProphetSAW war und er selbst nur der Diener.
Wenn ein Mensch Gott dient, wozu braucht er dann bunte Kleider, eine besondere Aufmachung oder Gebetsketten um den Hals? Solche Leute, die sich Ketten umhängen und lange Gebetsketten in den Händen tragen, sind „Hunde der Welt“. Sie gehören der Welt, nicht Gott. Wer Gott sucht, verschwendet keinen Gedanken an spezielle Kleidung oder Uniformen. Er will vor den Blicken der Menschen verborgen bleiben. Doch Allah holt manche Seiner Weisheit gemäß hervor, um Seine Göttlichkeit zu beweisen. Der Heilige ProphetSAW hatte niemals den Wunsch, dass die Leute ihn Prophet nennen oder ihm gehorchen; deshalb zog er sich zur Anbetung in die Höhle zurück, die enger war als ein Grab. Er hatte nicht die Absicht, herauszukommen. Doch Allah führte ihn durch Seine Weisheit hinaus und manifestierte Sein Licht durch ihn in der ganzen Welt.
Möge Allah uns befähigen, von diesem Licht zu profitieren. Möge Er uns die Kraft geben, das Recht der Anbetung Allahs zu erfüllen, das vollkommene Vorbild des Heiligen ProphetenSAW anzunehmen und ihm auf wahrhaftige Weise zu folgen.
Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 06. Februar 2026:
Die untrennbare Verbindung zwischen der Liebe zu Allah und dem Gottesdienst
Seine Heiligkeit Hadhrat Mirza Masroor AhmadABA erläuterte zu Beginn, dass die Liebe zu Allah und der Gottesdienst untrennbar miteinander verbunden sind. Ein wahrhaftiger Gottesdienst ist ohne die Liebe zu Gott nicht möglich, und umgekehrt bedingt die Liebe zu Ihm den Gottesdienst. Der Heilige Prophet MuhammadSAW ist hierbei das vollkommene Vorbild. Sein gesamtes Leben – sein Gebet, sein Opfer, sein Leben und sein Tod – gehörte ausschließlich Allah, dem Herrn der Welten.
Der Zweck der menschlichen Schöpfung und das Erreichen von Taqwa
Unter Bezugnahme auf den Heiligen Qur'an betonte das Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat den Zweck der Erschaffung von Mensch und Dschinn: den Dienst an Allah.
- Um die Nähe Gottes zu erlangen und Rechtschaffenheit (Taqwa) zu entwickeln, ist es unerlässlich, das Niveau des Gottesdienstes stetig zu steigern.
- Der Erfolg eines Gläubigen hängt davon ab, ob er sich vor Gott beugt, Ihn verehrt und Gutes tut.
- Bloße Worte oder Zurschaustellung bringen keinen Segen; entscheidend ist die praktische Nachahmung des ProphetenSAW.
Höchste Konzentration und Vermeidung von Ablenkungen im Gebet
Ein wesentliches Merkmal des Gottesdienstes des Heiligen ProphetenSAW war seine völlige Versunkenheit (Istighraq).
- Er mied alles, was seine Aufmerksamkeit von Allah ablenken könnte. So gab er ein Tuch mit Mustern zurück, da ihn der Anblick während des Gebets kurzzeitig abgelenkt hatte, und bevorzugte stattdessen schlichte Kleidung.
- Seine Heiligkeit wies darauf hin, dass Kleidung im Gebet keine auffälligen Merkmale oder Bilder besitzen sollte.
- Heutzutage seien viele Menschen mehr um ihre Bügelfalten besorgt als um die Konzentration im Gebet, während der ProphetSAW lehrte, dass der Geist gänzlich im Gebet eintauchen muss.
Die Ablehnung von übermäßigem Komfort
Anhand einer Begebenheit über das Bett des ProphetenSAW wurde dessen Anspruch an den Gottesdienst verdeutlicht. Als seine Ehefrau Hadhrat HafsaRA sein einfaches Bett aus grobem Wollstoff vierfach faltete, um es weicher zu machen, empfand der ProphetSAW diese Bequemlichkeit als Hindernis für das nächtliche Aufstehen zum Gebet. Er forderte, es in den ursprünglichen, weniger komfortablen Zustand zurückzuversetzen, um nicht durch zu viel Bequemlichkeit vom Gottesdienst abgehalten zu werden.
Die körperliche und emotionale Intensität des Gottesdienstes
Der ProphetSAW verrichtete seine Gebete mit einer solchen Intensität, dass Augenzeugen berichteten:
- Sein Weinen im Gebet klang wie das Brodeln eines kochenden Kessels oder das Geräusch einer mahlenden Mühle.
- Seine Verbeugungen (Ruku) waren so langwierig, dass Gefährten körperliche Erschöpfung spürten, wenn sie hinter ihm beteten.
- Sogar im Schlaf blieb sein Herz stets dem Gedenken Allahs zugewandt.
Das Recht Allahs und die Gnade gegenüber den Dienern
In einem Dialog mit Hadhrat Muaz bin JabalRA erklärte der ProphetSAW die gegenseitigen Rechte:
- Das Recht Allahs: Dass die Menschen Ihn allein anbeten und Ihm nichts zur Seite stellen.
- Das Recht der Diener: Wenn sie diese Pflicht erfüllen, wird Allah sie nicht strafen und vor Pein bewahren.
Der Unterschied zwischen Sunna und Hadith
Seine Heiligkeit erläuterte unter Bezugnahme auf die Schriften des Verheißenen MessiasAS, dass die Sunna das durchgängig praktizierte Vorbild des ProphetenSAW ist (z. B. die Anzahl der Rakaat im Gebet oder der Ablauf der Pilgerfahrt). Die Sunna hat Vorrang und ist durch die Praxis von Tausenden Gefährten gefestigt worden. Ein Hadith ist dann authentisch, wenn er dem Qur'an und der Sunna nicht widerspricht.
Die Bedeutung des Tahajjud-Gebets (Nachtgebet)
Der Heilige ProphetSAW legte größten Wert auf das freiwillige Nachtgebet:
- Er überprüfte aktiv, ob seine Gefährten nachts aufstanden, und ermahnte sie freundlich, falls sie nachlässig waren.
- Er empfahl Ehepaaren, sich gegenseitig sanft für das Tahajjud-Gebet zu wecken (sogar durch das Bespritzen mit Wasser).
- Das Aufstehen in der Nacht dient der Disziplinierung des Egos (Nafs) und ist eine Zeit, in der Gott Gebete besonders erhört.
Erlösung allein durch Gottes Gnade
Trotz seiner beispiellosen Frömmigkeit betonte der ProphetSAW, dass niemand – auch er selbst nicht – allein durch seine Taten das Paradies betreten könne, sondern nur durch die Gnade und Huld Allahs. Da jede seiner Handlungen (Essen, Schlafen, Umgang mit der Familie) im Einklang mit Gottes Befehlen stand, wurde sein gesamtes Leben zum Gottesdienst. Für normale Gläubige ist es daher umso wichtiger, nach seinem Vorbild zu handeln, um diese Gnade zu erlangen.
Spirituelle Praktiken und Dhikr (Gedenken Allahs)
Die Ansprache behandelte auch die Sunna vor dem Schlafengehen:
- Das dreimalige Rezitieren des Ayat-ul-Kursi und der letzten drei Suren (Al-Ikhlas, Al-Falaq, An-Nas) mit anschließendem Streichen über den Körper.
- Seine Heiligkeit stellte klar, dass Dhikr (Gedenken) kein Ersatz für die Pflichtgebete ist. Zuerst müssen die Standards in den Pflichtgebeten erreicht werden, bevor Nawafil (freiwillige Gebete) und Dhikr ihre volle Wirkung entfalten können.
Ablehnung von Heuchelei und religiöser Selbstdarstellung
Ein zentraler Punkt der Ansprache war die Kritik an künstlicher Frömmigkeit:
- Viele religiöse Führer neigen zur Zurschaustellung, indem sie Gebete künstlich in die Länge ziehen oder Gebetsketten zur Schau stellen.
- Der ProphetSAW hingegen war vollkommen schlicht. Er verkürzte beispielsweise das Gemeinschaftsgebet, wenn er ein Kind weinen hörte, um die Mutter nicht in Bedrängnis zu bringen.
- Wahre Ehre kommt allein von Allah, nicht durch bunte Kleidung, Titel oder religiöse Uniformen.
Erleichterungen im Gottesdienst und Wahrung der Realität
Der ProphetSAW lehrte, dass der Glaube nicht unnötig erschwert werden sollte:
- Er verrichtete das Gebet gelegentlich mit Schuhen (wenn diese sauber waren), um zu zeigen, dass Religion nicht an äußeren Formalitäten scheitern darf.
- Einem blinden Gefährten wurde zunächst erlaubt, bei Regen zu Hause zu beten, doch wurde betont, dass der Besuch der Moschee trotz Schwierigkeiten angestrebt werden sollte, wenn der Adhan (Gebetsruf) gehört wird.
- „Iqamat-us-Salaat“ bedeutet nicht nur, das Gebet zu verrichten, sondern es mit Aufrichtigkeit, Eifer und in Gemeinschaft aufrechtzuerhalten.
Fazit und Gebet
Zum Abschluss zitierte Seine Heiligkeit den Verheißenen MessiasAS, der erklärte, dass wahre Liebe zu Gott alle weltlichen Ängste vertreibt (wie die Sorge des Propheten in der Höhle Hira). Der ProphetSAW kam als Warner und Bringer froher Botschaft. Wer ihm aufrichtig folgt, wird das Licht Gottes erfahren. Die Gemeinde wurde dazu aufgerufen, sich zu prüfen, ob ihre Bemühungen im Gottesdienst wahrhaftig sind, und darum zu beten, das Recht der Anbetung nach dem Vorbild des Heiligen ProphetenSAW erfüllen zu können.
Tatplan der Woche
Checkliste für den Alltag
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✓Täglich mindestens zwei Rakaat Tahajjud (Nachtgebet) verrichten, um die spirituelle Disziplin zu stärken.
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✓Vor dem Schlafengehen konsequent das Ayat-ul-Kursi und die drei Schutz-Suren (Al-Ikhlas, Al-Falaq, An-Nas) rezitieren und die Hände über den Körper streichen.
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✓Im Gebet aktiv an der Konzentration arbeiten und versuchen, einen Zustand der Rührung oder Herzensweichheit zu erreichen.
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✓Ablenkungen am Gebetsplatz, wie gemusterte Tücher oder unpassende Kleidung, entfernen, um volle Versunkenheit (Istighraq) zu ermöglichen.
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✓Trotz Hindernissen oder Müdigkeit danach streben, die Gebete in Gemeinschaft zu verrichten, sobald der Adhan zu hören ist.
As-salāmu ʿalaikum wa-raḥmatullāh, wir haben die Freitagsansprache für dich so aufbereitet, dass du die wichtigsten Punkte von HudhurABA ganz einfach verstehen kannst. Heute geht es darum, wie sehr der Heilige Prophet MuhammadSAW Allah geliebt hat und wie er gebetet hat.
❤️ Liebe und Gebet: Ein unschlagbares Team
Stell dir vor, du hast einen besten Freund. Du liebst es, mit ihm Zeit zu verbringen, oder? Genauso ist es mit Allah. HudhurABA hat erklärt, dass man Allah nicht richtig anbeten kann, wenn man Ihn nicht liebt. Und wenn man Ihn wirklich liebt, dann möchte man ganz automatisch mit Ihm sprechen – und das machen wir im Gebet (Salat). Beides gehört zusammen wie die zwei Seiten einer Medaille!
🎯 Warum sind wir eigentlich hier?
Allah sagt im Heiligen Qur'an, dass Er uns Menschen nur erschaffen hat, damit wir Ihm dienen. Das bedeutet nicht, dass wir den ganzen Tag nur in der Moschee sitzen müssen. Es bedeutet, dass wir versuchen sollen, so zu leben, wie Allah es mag. Der Heilige ProphetSAW ist unser perfektes Vorbild. Wenn wir versuchen, so zu sein wie er, dann wird Allah uns auch lieben. 🌟
🛌 Das Geheimnis vom harten Bett und dem bunten Tuch
Wusstest du, dass der Heilige ProphetSAW alles vermieden hat, was ihn vom Gebet ablenken könnte?
- 🧣 Das bunte Tuch: Einmal betete er mit einem Tuch, das schöne Muster hatte. Nach dem Gebet sagte er, man solle es weggeben und ihm ein ganz einfaches Tuch bringen, weil die Muster ihn kurz abgelenkt hatten. Er wollte beim Beten nur an Allah denken!
- 😴 Das weiche Bett: Seine Frau Hadhrat HafsaRA faltete seine Schlafmatte einmal doppelt, damit sie weicher ist. Aber der ProphetSAW sagte am nächsten Morgen, sie solle sie wieder so dünn wie vorher machen. Warum? Weil er Angst hatte, dass er durch das zu bequeme Bett den Termin für das Nachtgebet (Tahajjud) verschlafen könnte!
🍲 Ein Herz wie ein kochender Kessel
Wenn der Heilige ProphetSAW betete, tat er das mit seinem ganzen Herzen. Er war so konzentriert, dass er manchmal ganz lange in der Verbeugung (Ruku) blieb. Die Menschen, die ihn beobachteten, erzählten, dass man aus seiner Brust ein Geräusch hörte wie von einer mahlenden Mühle oder einem kochenden Topf. Das war sein Weinen und seine tiefe Liebe zu Allah. Er hat nicht nur Worte aufgesagt, er hat mit seiner ganzen Seele gesprochen. 🥣
💦 Das Abenteuer in der Nacht: Tahajjud
HudhurABA hat uns erzählt, wie wichtig das Nachtgebet ist. Der ProphetSAW hat Paaren sogar einen interessanten Tipp gegeben: Wenn der Mann aufsteht und die Frau nicht wach wird (oder andersherum), darf man dem anderen ganz vorsichtig ein bisschen Wasser ins Gesicht spritzen, um ihn liebevoll für das Gebet zu wecken. Er wollte, dass alle diese besondere Zeit mit Allah erleben. 🚿
🕌 Der blinde Mann und der Weg zur Moschee
Einmal kam ein blinder Mann zum ProphetenSAW und fragte, ob er bei Regen zu Hause beten darf, weil der Weg zur Moschee für ihn gefährlich war. Zuerst sagte der ProphetSAW ja. Aber dann fragte er: „Hörst du den Adhan (Gebetsruf)?“ Als der Mann „Ja“ sagte, antwortete der ProphetSAW: „Dann komm zur Moschee, selbst wenn du stolpern solltest.“ Das zeigt uns, wie wertvoll das Gebet in der Gemeinschaft in der Moschee ist! 👣
✨ Echt sein statt nur so zu tun
Manche Leute ziehen sich besonders schicke religiöse Kleider an oder tragen riesige Gebetsketten, damit andere denken: „Wow, wie fromm!“ Der Heilige ProphetSAW war ganz anders. Er war total schlicht. Einmal verwechselte ihn sogar jemand mit seinem Freund Hadhrat Abu BakrRA, weil er so einfach gekleidet war. HudhurABA sagt: Es kommt nicht auf die Kleidung an, sondern darauf, was in deinem Herzen ist. Allah sieht alles! 💎
🛠️ Deine Mitmach-Ecke: 3 Aktivitäten für dich!
🕵️ Die „Ablenkungs-Detektive“: Schau dir deinen Gebetsplatz zu Hause genau an. Gibt es dort Dinge, die dich ablenken (Spielzeug, bunte Bilder, Unordnung)? Räume sie weg, damit du dich voll auf Allah konzentrieren kannst.
💧 Die „Sanfte Weck-Aktion“: Verabrede dich mit deinen Geschwistern oder Eltern für das nächste Fajr- oder Tahajjud-Gebet. Wenn jemand nicht wach wird, dürft ihr euch (ganz vorsichtig!) mit ein paar Tropfen Wasser wecken. Wer schafft es, als Erster munter zu sein?
📖 Die „Drei-Qul-Routine“: Der ProphetSAW hat vor dem Schlafengehen immer die Ayat-ul-Kursi und die letzten drei Suren (Al-Ikhlas, Al-Falaq, An-Nas) dreimal gelesen, in seine Hände gepustet und sich damit über den ganzen Körper gestrichen. Probiere das heute Abend aus und mach es zu deiner neuen Superkraft-Routine für die Nacht!
Khutba für Kinder
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