Khutba Review

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Ansprache Lesen

Der vollständige Text der Freitagsansprache, strukturiert und durchsuchbar.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst (Deutsch & Urdu).

Für Kinder

Kindgerecht erklärte Inhalte mit einem spaßigen Mini-Quiz.

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Aktionsplan

Wöchentlicher Umsetzungsplan vom Missionary Incharge Büro basierend auf der Khutba

Freitagsansprache mit deutscher Übersetzung als Audio sowie Subtitles

MTA Germany

Deutsche Übersetzung

Die Etablierung des Tauhid und die Zerstörung der Götzen

In Bezug auf den Charakter des Heiligen ProphetenSAW wurde das Thema des Tauhid behandelt. Die Einzelheiten der Zerstörung der Götzen während der Eroberung von Mekka wurden bereits in vergangenen Freitagsansprachen dargelegt. Dies alles tat er als Verkündung des Tauhid Allahs, um zu demonstrieren: Dies ist der wahre Zustand der Götzen, die ihr anbetet. Dementsprechend haben wir gesehen, dass die großen Götzen der Polytheisten rund um Mekka, wie Manat, Uzza, Suwa und andere, allesamt zerstört wurden.

In diesem Zusammenhang findet sich folgende Überlieferung über den Götzen Lat der Bewohner von Ta’if. Die Bewohner von Ta’if baten darum, ihren Götzen Lat, den sie Rabbah (Göttin) nannten, für drei Jahre nicht zu zerstören. Diese Bitte trugen sie dem Heiligen ProphetenSAW vor. Das Ehrgefühl des Gesandten AllahsSAW für den Tauhid ließ eine solche Kompromissbereitschaft nicht zu. Die Bewohner Ta’ifs baten daraufhin, ihn wenigstens für ein Jahr nicht zu zerstören. Der Gesandte AllahsSAW lehnte dies erneut ab. Sie sagten: „Gut, gebt uns wenigstens für einen Monat die Erlaubnis, ihn nicht zu zerstören, damit die Menschen den Islam annehmen und die törichten Männer und Frauen sich nicht wegen der Zerstörung des Götzen vom Islam distanzieren.“ Doch der Gesandte AllahsSAW gewährte auch diesen Aufschub nicht. Er entsandte Hadhrat Abu SufyanRA und Hadhrat Mughira bin SchubaRA, um diesen Götzen zerstören zu lassen. Sein Ehrgefühl für den Tauhid ließ es unter keinen Umständen zu, dass diese Götzen noch existierten, da nun die islamische Herrschaft etabliert war.

Es wird von Abul Hayyaj Asadi überliefert, der sagte: Hadhrat Ali bin Abi TalibRA sagte zu mir: „Soll ich dich nicht auf dieselbe Mission entsenden, auf die mich der Gesandte AllahsSAW einst sandte? Lasse keine Götzenstatue aus, ohne sie zu vernichten, und kein erhöhtes Grab, ohne es zu ebnen.“ Warum? Weil es diese Dinge sind, die den Tauhid negieren, und in einer islamischen Regierung kann dies in keiner Weise geduldet werden.

Kritik an Grabesanbetung und übertriebener Lobpreisung

Es ist jedoch bedauerlich, dass heute eine große Zahl von Muslimen Gräber anbetet, sich vor ihnen niederwirft und, anstatt Allah zu bitten, die in diesen Gräbern beigesetzten Heiligen anruft. Dabei übertreiben sie maßlos. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Heilige ProphetSAW zur Etablierung des Tauhid einem so mächtigen Volk wie den Polytheisten von Mekka die Stirn bot und letztendlich die Kaaba von den 360 Götzen reinigte. Gleichzeitig führte erSAW jedoch auch einen gewaltigen und segensreichen Dschihad, um den Tauhid in den Herzen derjenigen zu verankern, die den Islam annahmen. Durch seine Läuterungskraft gründete er eine Jamaat, die den Tauhid liebte. ErSAW erzog seine Gefährten auf so feinsinnige und vortreffliche Weise, dass nicht einmal der Hauch von Schirk [Gottesgleichstellung] in den Gedanken eines Einzelnen aufkommen konnte.

In diesem Zusammenhang untersagte er den Gefährten auch, in der Preisung des ProphetenSAW zu übertreiben. Es wird von Hadhrat Ibn AbbasRA überliefert, dass er Hadhrat UmarRA auf der Kanzel sagen hörte: „Ich habe den ProphetenSAW sagen hören: ‚Übertreibt nicht in meinem Lobpreis, so wie die Christen im Lobpreis des Sohnes der Maria übertrieben haben. Ich bin nur Sein Diener, Allahs Diener. Daher sagt: Allahs Diener und Sein Gesandter.‘“ Es wird von Hadhrat Abdullah bin UmarRA überliefert, dass der Gesandte AllahsSAW auf Umar bin al-KhattabRA traf. Dieser reiste mit einer Karawane und schwor gerade bei seinem Vater. Der Gesandte AllahsSAW sprach: „Hört zu, Allah verbietet euch, bei euren Vorvätern zu schwören. Wer schwören will, der soll bei Allah schwören oder schweigen.“ Er konnte es nicht ertragen, dass auch nur die geringste Sache der Einheit Allahs gegenübergestellt wird.

Die Unantastbarkeit des Glaubensbekenntnisses (Kalima)

Über den Rang desjenigen, der das Glaubensbekenntnis (Kalima) zum Tauhid spricht, wird in einer Überlieferung Folgendes berichtet. Ubaidullah bin Adi bin Khiyar berichtete, dass Hadhrat Miqdad bin Amr al-KindiRA, ein Verbündeter der Banu Zuhra und einer der Gefährten, die mit dem Gesandten AllahsSAW an der Schlacht von Badr teilnahmen, ihm erzählte, dass er den Gesandten AllahsSAW fragte: „Sagen Sie mir, wenn ich auf einen der Ungläubigen treffe, wir gegeneinander kämpfen und er mir mit dem Schwert auf eine meiner Hände schlägt und sie abtrennt, sich dann hinter einem Baum vor mir versteckt und sagt: ‚Ich bin Allah zuliebe Muslim geworden‘ – o Gesandter AllahsSAW, darf ich ihn dann töten, nachdem er dies gesagt und die Kalima gesprochen hat?“

Der Gesandte AllahsSAW antwortete: „Töte ihn nicht.“ Hadhrat MiqdadRA entgegnete: „O Gesandter AllahsSAW, er hat meine Hand abgeschlagen und erst nach dem Abschlagen لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ [lā ilāha illā llāh] gesagt.“ Der Gesandte AllahsSAW sprach: „Töte ihn nicht, denn wenn du ihn tötest, wird er den Rang einnehmen, den du vor seiner Tötung innehattest, und du wirst den Rang einnehmen, den er innehatte, bevor er dieses Wort sprach.“

Selbst wenn die langjährigsten Gefährten eine solche Handlung begingen, wies der Gesandte AllahsSAW dies streng zurück. Doch betrachten Sie den Zustand der heutigen Maulawis. Das Ausmaß der Grausamkeiten, denen Ahmadis in Pakistan ausgesetzt sind, obwohl sie die Kalima sprechen, ist grenzenlos. Das Urteil über diese Unterdrücker hat der Gesandte AllahsSAW bereits in dieser Überlieferung gefällt. Wie dem auch sei, diese Menschen, die diesen extremistischen Maulawis folgen, sollten intensiv darüber nachdenken.

In diesem Zusammenhang heißt es in einer weiteren Überlieferung von Hadhrat Usama bin ZaidRA: „Der Gesandte AllahsSAW entsandte uns auf eine Expedition. Am Morgen erreichten wir Huraqaat, ein Dorf im Gebiet des Stammes Juhaynah. Dort holte ich einen Mann ein, der لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ [lā ilāha illā llāh] rief, aber ich stieß dennoch mit dem Speer auf ihn ein. Danach plagte mich mein Gewissen, weil er لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ [lā ilāha illā llāh] gesagt hatte und ich ihn trotzdem tötete. Also erwähnte ich dies gegenüber dem Heiligen ProphetenSAW. Der Gesandte AllahsSAW fragte: ‚Hat er لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ [lā ilāha illā llāh] gesagt und du hast ihn getötet?‘ Ich antwortete: ‚O Gesandter Allahs, das sagte er doch nur aus Angst vor der Waffe.‘ ErSAW sprach: ‚Warum hast du nicht sein Herz gespalten, um zu wissen, ob er es aus tiefstem Herzen gesagt hat oder nicht?‘ ErSAW wiederholte dies immer wieder vor mir, bis ich mir wünschte, ich hätte erst an jenem Tag den Islam angenommen.“

Der "kleine Schirk" und die Gefahr der Heuchelei

Eine weitere Überlieferung von Hadhrat JabirRA besagt, dass ein Mann zum ProphetenSAW kam und fragte: „O Gesandter AllahsSAW, welche zwei Dinge machen das Paradies und die Hölle unausweichlich?“ ErSAW antwortete: „Wer in dem Zustand stirbt, dass er Allah nichts zur Seite stellt, wird in das Paradies eingehen. Und wer stirbt, während er Allah etwas zur Seite stellt, wird in das Feuer eingehen.“

Mahmud bin Labid berichtet, dass der Gesandte AllahsSAW sprach: „Was ich für euch am meisten fürchte, ist der kleine Schirk.“ Die Gefährten fragten: „O Gesandter Allahs, was ist der kleine Schirk?“ ErSAW antwortete: „Riya, also die Zurschaustellung. Am Tag der Auferstehung, wenn die Menschen für ihre Taten entlohnt werden, wird Allah zu ihnen sagen: ‚Geht zu denjenigen, für die ihr in der Welt Zurschaustellung betrieben habt, an die sich eure heuchlerischen Taten richteten, und seht, ob ihr bei ihnen einen Lohn findet. Wenn ihr nun Vergebung sucht, bittet sie darum, und seht, was ihr bekommt.‘“

Somit ist es gleichbedeutend damit, Allah jemanden als Partner zur Seite zu stellen, wenn man Leuten aus eigennützigen Gründen schmeichelt oder etwas zur Schau stellt. Dies ist Schirk, den Allah, der Erhabene, zutiefst verabscheut. Hadhrat AbdullahRA berichtete: Als dieser Vers herabgesandt wurde: اَلَّذِیۡنَ اٰمَنُوۡا وَلَمۡ یَلۡبِسُوۡۤا اِیۡمَانَہُمۡ بِظُلۡمٍ – dass diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit vermengen –, sagten die Gefährten des Gesandten AllahsSAW: „Wer von uns hat noch nie Unrecht begangen? Wir müssen sehr viele sein, und oft bemerken wir gar nicht, dass wir Unrecht begehen.“ Daraufhin sandte Allah, hoch erhaben ist Er: اِنَّ الشِّرۡکَ لَظُلۡمٌ عَظِیۡمٌ. Das heißt: Götzendienst ist fürwahr ein schwerer Frevel. Dies war schließlich die Antwort von Allah, dem Erhabenen, dass Schirk eine gewaltige Ungerechtigkeit ist. Folglich ist jegliche Art von Abhängigkeit von etwas anderem als Allah, dem Erhabenen, Schirk. Wir müssen uns selbst bis ins kleinste Detail prüfen, ob nicht irgendein Aspekt von Schirk in uns vorhanden ist, denn dies ist eine überaus gewaltige Ungerechtigkeit.

Die Definition von Ungerechtigkeit (Zulm) und Schirk

In der von uns herausgegebenen Ausgabe des Sahih Bukhari schreibt Hadhrat Syed Waliullah Shah Sahib in seinem Kommentar: اِنَّ الشِّرۡکَ لَظُلۡمٌ عَظِیۡمٌ. Ungerechtigkeit bedeutet وَضْعُ الشَّيْءِ فِي غَيْرِ مَوْضِعِهِ d. h. eine Sache an einen unpassenden Ort zu setzen. Jegliche Art von moralischer Verdorbenheit und unrechtmäßigen Dingen fällt unter den Begriff der Ungerechtigkeit. Unter der Überschrift des Kufr duna Kufr wird Schirk als der allergrößte Kufr eingestuft, und selbst geringfügige moralische Verfehlungen werden als Kufr klassifiziert. Das ist die immense Tiefe dahinter.

Unter der Überschrift Zulm duna Zulm wird dann dargelegt, dass Schirk die größte Ungerechtigkeit ist, und es wird erklärt, warum es eine solch gewaltige Sünde ist. Der Grund dafür ist, dass dadurch die exklusiven göttlichen Eigenschaften anderen zugeschrieben werden. Die Anbetung, also Liebe und Gehorsam, die eigentlich das alleinige Recht Allahs sind, wird mit anderen geteilt. Der Mensch, der Sein Diener ist und erschaffen wurde, um Seinen Willen zu erfüllen, fällt maßlos von der Position ab, für die er erschaffen wurde, indem er ein Sklave seiner selbst, seiner Mitmenschen oder anderer niederer Wesen wird.

So wie der unrechtmäßige Umgang mit den Rechten der Mitmenschen eine Ungerechtigkeit ist, so ist der unrechtmäßige Umgang mit den Rechten Allahs eine weitaus größere Ungerechtigkeit. Die Ungerechtigkeit gegenüber den Rechten der Mitmenschen ist offenkundig, aber die Rechte Allahs nicht in vollem Maße zu erfüllen, ist ebenso eine Ungerechtigkeit. Dieses umfassende Verständnis von Ungerechtigkeit ist im Schirk vollständig enthalten. Schirk zerstört letztlich das höchste Ziel der menschlichen Vollkommenheit. Gestützt auf Verse und Ahadith hat Imam Bukhari dargelegt, dass vollkommener Glaube derjenige ist, der gänzlich frei von der Vermengung mit Schirk ist.

اُولٰٓئِکَ لَہُمُ الۡاَمۡنُ وَہُمۡ مُّہۡتَدُوۡنَ

Vollkommener Glaube und Rechtleitung sind ausschließlich denjenigen vorbehalten, deren Glaube nicht mit irgendeiner Form von Schirk oder Ungerechtigkeit vermischt ist. Der Glaube ist solange nicht vollkommen, bis er einerseits von rechtschaffenen Taten begleitet wird und andererseits frei von jeglicher Ungerechtigkeit ist, da Schirk, Sünde und jede Art von Kufr ihn beeinträchtigen und unvollständig machen. Dies ist also der Maßstab, den uns der Gesandte AllahsSAW vorgegeben hat, um fest auf dem Tauhid zu stehen und frei von Schirk zu sein.

Die wahre Bedeutung der Sure Al-Ikhlas

Abu HurairaRA berichtete, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Allah spricht: Der Sohn Adams hat Mich der Lüge bezichtigt, und das stand ihm nicht zu; und er hat Mich beschimpft, und das stand ihm nicht zu. Sein Leugnen Mir gegenüber besteht darin, dass er sagt: ‚Er wird mich niemals neu erschaffen‘ – also er bestreitet das Leben nach dem Tod, womit er Allah leugnet –, ‚so wie Er mich das erste Mal erschaffen hat.‘ Und seine Beschimpfung Mir gegenüber besteht in seiner Behauptung: ‚Er hat sich einen Sohn genommen‘, obwohl Ich absolut unabhängig bin. Ich habe nicht gezeugt und wurde nicht gezeugt, und es gibt niemanden, der Mir gleichgestellt ist; weder hat Er jemanden gezeugt, noch wurde Er gezeugt, und Er hat absolut keinen Teilhaber an Seinen Eigenschaften.“ Dies ist eine Erläuterung der Sure Al-Ikhlas.

An einer Stelle sagt der Verheißene MessiasAS hierzu: „Allah spricht: اَللّٰہُ الصَّمَدُ. Allah ist das Wesen, auf das alle angewiesen sind, während Er auf niemanden angewiesen ist.“ Er führt weiter aus: „Man beachte, mit welcher Eleganz und Vortrefflichkeit in dieser kurzen Aussage,“ – also gemeint ist dieser kleine Auszug – „die nicht einmal eine Zeile lang ist, das Wesen des Schöpfers als frei von jeglicher Art von Teilhaberschaft beschrieben wurde.“ Hierin wird also dargelegt, dass Allah, der Allmächtige, völlig erhaben über jeglichen Schirk ist. „Die Erklärung dafür ist, dass nach Erwägung der Vernunft eine Teilhaberschaft von vier Arten sein kann.“ Wenn man also nach der Vernunft schaut, kann es vier Arten von Schirk geben. „Zuweilen ist die Teilhaberschaft eine in Bezug auf die Quantität“ – das heißt in Anzahl, z. B. eins, zwei oder drei – „und zu anderen Zeiten in Bezug auf den Rang,“ – wenn jemand also einen hohen Rang hat – „zuweilen in Bezug auf die Abstammung“ – also familiäre Abstammung – „und manchmal in Bezug auf Aktion und Wirkung.“ – also Taten und deren Resultate.

„So wurde in dieser Sure erklärt, dass Gott frei ist von der Teilhaberschaft aller dieser vier Arten. Es wurde deutlich gemacht, dass Er Eins ist an Zahl und nicht zwei oder drei. Er ist صمد [Ṣamad], das heißt, Er ist einzigartig und unvergleichlich in Seinem Status als die notwendige Existenz und als Der von allen Gebrauchte,“ – das heißt, er ist gänzlich rein und frei in seinem Rang, in seiner Notwendigkeit und Abhängigkeit – „während alles außer Ihm nur eine kontingente und sterbliche Existenz hat.“ – Diejenigen, die in sich selbst vergänglich sind, gehen zugrunde. Doch Er ist der ewig Lebende – Er war immer da und wird immer bleiben. – „Und alles ist allzeit von Ihm abhängig.“ – Alle vergänglichen Dinge der Welt sind abhängig von Ihm. – „Und Er ist لَْم يَلِْد [lam yalid], was bedeutet, dass Er keinen Sohn hat, wohingegen die Existenz eines etwaigen Sohnes Seine Teilhaberschaft aufgrund seiner Existenz als Sohn gefährden könnte; Er ist لَْم يُْولَْد [lam yūlad], das heißt, dass Er keinen Vater hat, wohingegen die Existenz eines etwaigen Vaters Seine Teilhaberschaft aufgrund seiner Existenz als Vater gefährden könnte; und Er ist لَمۡ یَکُنۡ لَّہٗ کُفُوًا [lam yakun lahū kufuwan], das heißt, niemand kann Ihm in Seinen Werken gleichen, um aufgrund seiner Beziehung in Bezug auf Seine Werke eine Partnerschaft mit Ihm beanspruchen zu können. So wurde deutlich gemacht, dass der allmächtige Gott frei von Partnern aller vier Arten ist, dass Er Einer ist und ohne Partner.“ [„Barāhīn-e aḥmadiyya – Teil IV“, S. 451 f.]

Die Liebe der Gefährten zum Tauhid

Hadhrat AishaRA berichtete, dass der ProphetSAW einen Mann als Anführer einer Expedition entsandte. Dieser pflegte im Gebet für seine Gefährten zu rezitieren und schloss stets mit قُلۡ ہُوَ اللّٰہُ اَحَدٌ ab, das heißt, er rezitierte am Ende stets die Sure Al-Ikhlas. Als diese Leute zurückkehrten, erwähnten sie dies gegenüber dem ProphetenSAW. ErSAW sagte: „Fragt ihn, aus welchem Grund er das tat.“ So fragten sie ihn, und er antwortete: „Weil sie die Eigenschaften des Rahman [d.h. des Gnädigen] enthält, und ich liebe es, sie zu rezitieren.“ Da sprach der ProphetSAW: „Teilt ihm mit, dass Allah ihn liebt.“ Wenn es eine Verkündung des Tauhid Allahs ist, dann wisset, dass Allah euch ebenfalls liebt. Es gibt auch von der Erkenntnis geprägte Beispiele für die Liebe der Gefährten zu Allah und ihre innige Hingabe zum Tauhid.

In einer Überlieferung berichtet Hadhrat Anas bin MalikRA, dass ein Mann von den Ansar in der Quba-Moschee als Imam das Gebet leitete. Wann immer er eine Sure für sie im Gebet rezitierte, begann er stets mit قُلۡ ہُوَ اللّٰہُ اَحَدٌ, bis er sie beendete, und rezitierte dann eine weitere Sure dazu. Dies tat er in jeder einzelnen Rak’at [Gebetseinheit]. Die erste Erzählung handelte von einer Expedition, aber dies hier betraf jemanden, der dauerhaft der Imam einer Gegend war. Seine Gefährten sprachen ihn darauf an und sagten: „Du rezitierst diese Sure und denkst dann wohl, dass sie allein nicht ausreicht, bis du noch eine zweite Sure hinzufügst. Entweder rezitierst du nur diese Sure, also Sure Al-Ikhlas, oder du lässt sie weg und rezitierst stattdessen eine andere.“ Er antwortete: „Ich werde sie nicht weglassen. Wenn es euch gefällt, dass ich euer Gebet auf diese Weise leite, werde ich es tun; wenn es euch jedoch missfällt, dass ich diese Sure lese, werde ich euch verlassen. Ich habe kein Verlangen danach, euer Imam zu sein.“ Sie jedoch hielten ihn für den Besten unter sich und mochten es absolut nicht, dass jemand anderes das Gebet leite.

Als der ProphetSAW schließlich zu diesen Leuten kam, berichteten sie ihm davon, dass dieser Mann in jedem Rak’at und vor jeder anderen Sure stets die Sure Al-Ikhlas rezitierte. Der ProphetSAW fragte: „O Soundso, was hält dich davon ab, dem zu folgen, was deine Gefährten dir sagen, und was bewegt dich dazu, diese Sure in jedem Rak’at zu rezitieren?“ Er antwortete: „O Gesandter AllahsSAW, ich liebe sie.“ Daraufhin sprach der Gesandte AllahsSAW: „Wahrlich, deine Liebe zu ihr hat dich in das Paradies geführt.“ Das heißt, die tiefe Liebe zur Sure Al-Ikhlas hat dich in das Paradies eintreten lassen.

Die Sure Al-Ikhlas und die Unruhen der Endzeit

Die Läuterungskraft und Erziehung des Heiligen ProphetenSAW machten die Gefährten zu Leuchttürmen, die den Weg zum Tauhid wiesen. In einer Überlieferung von Bukhari heißt es auch, dass der Heilige ProphetSAW diese Sure als Thuluthu l-Qur’an, also als ein Drittel des Qur’an, bezeichnet hat. In seinem Kommentar hierzu schrieb Hadhrat Musleh Mau’udRA, dass die Bezeichnung dieser Sure als ein Drittel des Qur’an nicht bedeutet, dass ihr Umfang ein Drittel des Heiligen Qur’an ausmacht, sondern vielmehr, dass ihr Thema von herausragender Bedeutung ist.

Beim Studium des Heiligen Qur’an und der Ahadith wird deutlich, dass in der Endzeit zwei große Unruhen (Fitna) entstehen würden: einerseits die des Dajjal [des Antichristen] und andererseits die Fitna von Gog und Magog. Diese beiden Unruhen sollten nacheinander in Konflikt mit dem Islam geraten. Die eine Fitna vertritt anstelle des einen Gottes den Glauben an drei Götter, nämlich Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger-Geist. Die andere Fitna ist der Atheismus, der die Existenz Gottes gänzlich leugnet. Der Heilige Qur’an hat die Lehren beider Unruhen widerlegt und die wahren Glaubensgrundsätze dargelegt. Der Heilige Qur’an ist voll vom Lobpreis des Gott-Vaters und unterstützt zugleich die Tatsache, dass Gott-Vater der einzige Herr und absolut einzig ist. Das heißt, der Heilige Qur’an stellt den einen Gott, Allah den Erhabenen, vor und bestätigt Seine absolute Einheit und lehnt die Existenz eines Gott-Heiligen-Geistes oder Gott-Sohnes mit allem Nachdruck ab.

Allah, der Erhabene, verneint jegliche Behauptung, dass es noch andere Götter gebe. Somit hat der Heilige Qur’an die Göttlichkeit des Gott-Vaters etabliert und die Konzepte des Gott-Sohnes und Gott-Heiligen-Geistes widerlegt. Daraus ergibt sich klar: Da die Verteidigung des einen wahren Gott-Vaters ein Drittel des Heiligen Qur’an ausmacht, repräsentiert die Sure Al-Ikhlas ebenfalls ein Drittel des Qur’an. Die eigentliche Aufgabe des Heiligen Qur’an besteht darin, den Tauhid zu beweisen und falsche Überzeugungen zu beseitigen. Da diese Sure durch überaus präzise und umfassende Worte in Kürze jenes Thema abhandelt, durch das falsche Überzeugungen zunichte gemacht, Lügen entlarvt und die Essenz des Tauhid dargelegt werden, gleicht diese Sure nicht nur einem Drittel, sondern dem gesamten Qur’an.

Dass der Heilige ProphetSAW diese Sure als ein Drittel des Qur’an erklärte, ist folglich keine Übertreibung, sondern beruht auf der immensen Wichtigkeit ihres Themas.

Der Auftrag des Verheißenen MessiasAS

Der Verheißene MessiasAS sagt: „Seid darum sicher, dass der Glaube an die Einheit Gottes nur durch einen Propheten erlangt werden kann; ganz so, wie unser Heiliger ProphetSAW die Atheisten und Anhänger falscher Religionen Arabiens von der Existenz Gottes, des Allmächtigen, dadurch überzeugte, dass er ihnen tausende von himmlischen Zeichen zeigte. Bis heute zeigen die wahren und vollkommenen Anhänger des Heiligen ProphetenSAW den Atheisten diese Zeichen. Es ist wahr, solange ein Mensch nicht die lebendigen Kräfte des lebendigen Gottes wahrnimmt, weicht weder Satan von seinem Herzen noch dringt der wahre Tauhid in sein Herz ein noch kann er mit Gewissheit von der Existenz Gottes überzeugt sein. Und dieser reine und vollkommene Tauhid kann nur durch den Heiligen ProphetenSAW [erlangt werden].“ [„Das Wesen der Offenbarung“, S. 196 f.]

In der heutigen Zeit haben auch jene, die sich zum Glauben an einen Gott bekennen und anscheinend sagen, sie würden an den einen Gott glauben, in der Praxis ihre Augen davor verschlossen. Während die Unruhen von Gog und Magog sowie des Dajjal separat sind und diese als äußere Unruhen wirken, ist auch innerhalb der Muslime das Verständnis für den wahren Tauhid verloren gegangen. Unter diesen Umständen sollte der Diener des Heiligen ProphetenSAW in der Gestalt des Verheißenen Messias und des Mahdi erscheinen. Und gemäß dem Versprechen Allahs ist er auch gekommen und hat jeden Angriff auf den Tauhid abgewehrt.

Wir können unserem Bai’at also nur dann wahrlich gerecht werden, wenn wir aufrichtige Gläubige des Tauhid sind. Als erAS am 23. März seine Jamaat gründete – und wir befinden uns derzeit im März, an dem wir aus Anlass des 23. März die Jalsa Yaum-e-Masih-e-Mau’ud abhalten –, tat er dies aus dem Grund, dass Allah, der Erhabene, den Diener des Heiligen ProphetenSAW Seiner Verheißung entsprechend gesandt hat, um den Tauhid wiederherzustellen. So wie er die Jamaat gegründet hat, haben wir, indem wir das Treuegelübde geleistet haben, den Schwur abgelegt, dass wir stets am Tauhid festhalten werden. Dem wahren Tauhid wird man nur dann gerecht, wenn jeder Einzelne von uns selbst auch darum bemüht ist, den Tauhid sowohl in sich selbst als auch in seiner Familie und in seiner Gesellschaft zu etablieren. Möge Allah auch allen Muslimen die Fähigkeit verleihen, diesen Gesandten Allahs anzunehmen und so den Tauhid zu etablieren und die Unruhen von Gog und Magog sowie des Dajjal zu zerschlagen, die heute mit enormer Vehemenz angreifen.

Worte des Gedenkens und die Vergebung Allahs

Bezüglich der Isra des Heiligen ProphetenSAW gibt es folgende Überlieferung: Hadhrat Abdullah bin Mas’udRA berichtete, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Ich traf Ibrahim in der Nacht, in der ich die Isra erlebte. Er sprach: ‚O MuhammadSAW, übermittle deiner Ummah meine Friedensgrüße und teile ihnen mit, dass das Paradies aus reinem Boden und süßem Wasser besteht; es ist eine weite Ebene, und seine Bäume sind سُبْحَانَ اللّٰه (heilig ist Allah) und اَلْحَمْدُ لِلّٰه (aller Preis gebührt Allah) und لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ (niemand ist anbetungswürdig außer Allah) und اَللّٰهُ أَكْبَر (Allah ist der Größte).‘“ Ein Gläubiger sollte also diese Worte des Gedenkens mit demselben tiefgründigen und vollständigen Verständnis des Tauhid Allahs sprechen; nur dann ist er erfolgreich.

Wir verstehen Allah, den Erhabenen, als einzig und alleinstehend. In einer weiteren Überlieferung wird folgende Hadith-e Qudsi berichtet: Hadhrat Anas bin MalikRA erzählte: Ich hörte den Gesandten AllahsSAW sagen: „Allah der Segensreiche und Erhabene sprach: ‚O Sohn Adams, da du Mich angebetet hast und auf Mich gehofft hast, habe Ich dir vergeben, ungeachtet dessen, was in dir ist, und es ist für Mich von keinem Belang.‘“ Das heißt, selbst wenn noch Schwächen und Mängel in dir sind, du Mich jedoch um Vergebung bittest, werde Ich dir vergeben. „‚O Sohn Adams, selbst wenn deine Sünden die Wolken des Himmels erreichen und du Mich dann um Vergebung bittest, werde Ich dir vergeben, und es kümmert Mich nicht.‘“ Wie viele Sünden es auch sein mögen, Er vergibt sie unbesorgt. Allah ist der absolute Herrscher, Er kann vergeben. Weiter sprach Er: „‚O Sohn Adams, wenn du zu Mir kämest mit Sünden, die in ihrer Menge die Erde füllen, und Mich dann träfest, ohne Mir irgendetwas beizugesellen, so würde Ich dir mit ebenso viel Vergebung entgegenkommen.‘“

Selbst wenn die Fehler und Sünden erdengleich wären, solange kein Schirk begangen wurde, man Furcht vor Ihm hat, Seinen Tauhid verkündet und sich bemüht, danach zu handeln, gewährt Er Vergebung. Allah der Erhabene vergibt somit alle Sünden und Fehler, wenn der Mensch demütig zu Ihm kommt, unter der unabdingbaren Bedingung, dass er keinen Schirk begangen hat. Den Rechten des Tauhid Allahs gerecht zu werden, ist ebenso notwendig. Ein bloßes Lippenbekenntnis reicht nicht aus, wie ich bereits in einem vorherigen Beispiel dargelegt habe. Man muss durch jede einzelne seiner Taten in der Praxis beweisen, dass Gott der Einzige ist.

Der überwältigende Rang der Kalima

Ebenso wird über den hohen Rang des Tauhid folgende Überlieferung berichtet: Hadhrat Abu Sa’id al-KhudriRA überliefert vom Gesandten AllahsSAW, dass er sagte: „Hadhrat Musa bat: ‚O mein Herr, lehre mich etwas, womit ich Deiner gedenken und Dich anrufen kann. ‘ Allah der Erhabene sprach: ‚O Musa, sage لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ .‘ Hadhrat Musa entgegnete: ‚O mein Gott, all Deine Diener sagen dies, jeder sagt لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ .‘ Allah der Erhabene befahl ihm erneut: ‚Sage لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ .‘ Hadhrat Musa erwiderte: ‚Es gibt keinen anbetungswürdigen Gott außer Dir, o mein Herr, aber ich wünsche mir etwas, das speziell für mich bestimmt ist.‘ Daraufhin sprach Allah der Erhabene: ‚O Musa, wenn die sieben Himmel mitsamt ihren Bewohnern außer Mir sowie die sieben Erden in die eine Waagschale gelegt würden und لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ in die andere, so würde لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ sie alle überwiegen.‘“ Das bedeutet, wenn alle Existenzen der Himmel und der Erde, sämtliche Bevölkerungen und all ihre guten Taten in die eine Waagschale gelegt würden und لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ in die andere, dann bliebe die Schale mit لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ schwerer.

Der Verheißene MessiasAS erklärt in Beantwortung eines Vorwurfs die wahre Essenz dieser Kalima لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ und sagt: „Die Lehre des Heiligen Propheten lautet لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ مُحَمَّدٌ رَسُولُ اللّٰهِ. Es ist absolut wahr und eine unumstößliche Realität, dass durch das Sprechen dieser Kalima die Sünden beseitigt werden. Wer Gott als den Einzigen ohne Teilhaber anerkennt und fest daran glaubt, dass Muhammad MustafaSAW von eben diesem Einzigen Gott gesandt wurde, wird zweifellos die Erlösung erlangen, wenn er auf dieser Kalima stirbt. Nirgendwo unter dem Himmel gibt es eine Erlösung durch Selbstmord, absolut nicht; und wer wäre verrückter als jemand, der so etwas auch nur in Erwägung zieht? Doch Gott als einzigartig und ohne Partner zu betrachten und Ihn als so überaus barmherzig anzusehen, dass Er aus Seiner unendlichen Gnade Seinen Gesandten namens Muhammad MustafaSAW sandte, um die Welt vor dem Irrweg zu bewahren, ist eine Überzeugung, durch die, wenn man an sie glaubt, die Finsternis der Seele weicht. Die egoistischen Begierden schwinden und an ihre Stelle tritt der Tauhid. Letztendlich durchdringt die gewaltige Begeisterung für den Tauhid das gesamte Herz, sodass bereits in dieser Welt ein paradiesisches Leben beginnt.

Genauso wie ihr seht, dass keine Finsternis bestehen kann, wenn das Licht eintrifft, genauso verhält es sich auch, wenn die Strahlen von لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ das Herz erleuchten, denn jedwedes Begehr der triebhaften Finsternis löst sich in Nichts auf. Die Wirklichkeit hinter der Sünde ist lediglich die, dass die triebhaften Begierden des Egos lauthals unter dem Einfluss der Auflehnung empordringen und aufbrodeln – wenn diese Begierden entflammen. Wer ihrem Ruf folgt, den bezeichnet man als Sünder. Sobald diese Person jenen Weg einschlägt, wird sie zum Sünder. Und die Bedeutungen von لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ stellen sich nach einer geeigneten Verwendung arabischer Nachschlagewerke wie folgt dar: لَا مَطْلُوبَ لِي وَلَا مَحْبُوبَ لِي وَلَا مَعْبُودَ لِي وَلَا مُطَاعَ لِي إِلَّا اللّٰه. Das heißt: Für mich gibt es kein anderes Sinnen und Trachten, keinen anderen Geliebten, keinen anderen Angebeteten und keinen anderen Gebieter als Allah, dem ich folge.

Nun ist offenkundig, dass diese Bedeutungen der hinter der Sünde stehenden Wirklichkeit und der eigentlichen Wurzel jeder Sünde diametral entgegenstehen. Wer immer diese Bedeutungen aufrichtigen Herzens in seine Seele aufnimmt – es ist sehr wichtig, über diese gesagten Worte nachzudenken: Wer immer das Genannte aufrichtigen Herzens in seine Seele aufnimmt, der wird fürwahr alles dem Entgegenstehende aus seinem Herzen entfernen, nichts anderes wird darin verbleiben, da er fortan den Geboten Allahs des Erhabenen gehorchen und von Seinem Tauhid überzeugt sein wird, weil das, was sich einander ausschließt, nicht an ein und derselben Stelle weiter existieren kann. Zwei gegensätzliche Dinge können schließlich nicht koexistieren. Wenn dann also jedwedes triebhafte Begehren des Egos entfernt wurde, dann ist es eben dieser Zustand, den man wahre Reinheit und echte Lauterkeit nennt. Und der Glaube an den Gottesgesandten, der den zweiten Teil dieses Glaubensbekenntnisses darstellt, ist deswegen notwendig, damit man auch den Glauben an das Wort Gottes erlangt. Denn derjenige, der bekennt, dass er ein Ergebener Gottes ist, muss auch zwingendermaßen Gottes Geboten Folge leisten. Und an die Gebote Gottes zu glauben, ist so lange nicht möglich, bis man nicht auch an denjenigen glaubt, durch den dieses Gebot auf der Welt überhaupt in Erscheinung getreten ist – das heißt, an denjenigen, durch den Allah, der Erhabene, uns Seine Botschaft sandte, zu glauben, ist ebenso unabdingbar … Dies ist also der Sinn hinter dieses Glaubensbekenntnis.“

Tägliche Gebete gegen Schirk und für Schutz

Hadhrat Abu Musa al-Ash’ariRA berichtet: „Der Heilige ProphetSAW hielt uns eines Tages eine Ansprache und sagte: ‚Hütet euch vor dem Schirk, denn er ist feiner als der Fußabdruck einer Ameise.‘“ Das bedeutet, Schirk ist noch winziger als die Füße einer Ameise. Daraufhin fragte jemand den ProphetenSAW: „O Gesandter Allahs, wie sollen wir uns davor hüten, wenn er doch feiner ist als der Fußabdruck einer Ameise?“ ErSAW antwortete: „Sprecht dieses Gebet: اَللّٰهُمَّ إِنَّا نَعُوذُ بِكَ مِنْ أَنْ نُشْرِكَ بِكَ شَيْئًا نَعْلَمُهُ وَنَسْتَغْفِرُكَ لِمَا لَا نَعْلَمُ (O Allah, wir suchen Zuflucht bei Dir davor, dass wir Dir wissentlich etwas zur Seite stellen, und wir bitten Dich um Vergebung für das, was wir unwissentlich tun.)“

Bittet immer wieder um Hilfe. Hadhrat Abdur-Rahman bin AbzaRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW morgens nach dem Aufwachen folgendes Gebet sprach: أَصْبَحْنَا عَلَى فِطْرَةِ الْإِسْلَامِ وَعَلَىٰ كَلِمَةِ الْإِخْلَاصِ وَعَلَى دِينِ نَبِيِّنَا مُحَمَّدٍ صَلَّى اللّٰهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَعَلَى مِلَّةِ أَبِينَا إِبْرَاهِيمَ حَنِيفًا مُسْلِمًا وَمَا كَانَ مِنَ الْمُشْرِكِينَ („Wir haben den Morgen erreicht im Zustand der natürlichen Veranlagung des Islam, beim Glaubensbekenntnis der Aufrichtigkeit und des Tauhid, im Glauben unseres Propheten MuhammadSAW und in der Religion unseres Vaters Ibrahim, der gottergeben und ein Muslim war und nicht zu den Götzendienern gehörte.“) Erinnert euch direkt nach dem Aufstehen am Morgen immer zuerst an Allah, den Erhabenen.

Hadhrat Abdullah bin Mas’udRA berichtet, dass der Heilige ProphetSAW am Abend folgendes Gebet sprach: أَمْسَيْنَا وَأَمْسَى الْمُلْكُ لِلّٰهِ وَالْحَمْدُ لِلّٰهِ لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ وَحْدَهُ لَا شَرِيكَ لَهُ („Wir und die gesamte Welt haben den Abend um Allahs willen erreicht; und aller Preis gebührt Allah. Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist einzig und hat keinen Teilhaber.“)

Abdullah bin Buraida al-Aslami überliefert von seinem Vater, dass der ProphetSAW einen Mann folgendes Gebet sprechen hörte: „O Allah, ich bitte Dich durch mein Bekenntnis, dass Du Allah bist. Es gibt keinen Anbetungswürdigen außer Dir. Du bist Ahad (der Einzige), absolut bedürfnislos, der weder gezeugt hat noch gezeugt wurde, und es gibt niemanden, der Ihm gleicht.“ Er berichtet, dass der ProphetSAW dies hörte und sagte: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt, er hat Allah mit dem „Ism-e-Azam“ angerufen, dem Namen, durch den Er Bitten erhört, wenn Er damit angerufen wird, und durch den Er gewährt, wenn Er damit gebeten wird.“

Es wird von Hadhrat Asma bint UmaisRA überliefert, dass der Gesandte AllahsSAW zu ihr sagte: „Soll ich dich nicht Worte lehren, die du in Zeiten der Härte und Not sprechen kannst? Diese Worte lauten: اَللّٰهُ اَللّٰهُ رَبِّي لَا أُشْرِكُ بِهِ شَيْئًا (Allah, Allah ist mein Herr, ich stelle Ihm absolut nichts zur Seite.)“ In Schwierigkeiten fragen die Menschen oft, was sie beten sollen; dies ist eines dieser Gebete.

In einer Überlieferung berichtet Hadhrat Ibn AbbasRA, dass der ProphetSAW in Momenten der Sorge folgendes Gebet sprach: لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ الْعَظِيمُ الْحَلِيمُ لَا إِلٰهَ إِلَّا اللّٰهُ رَبُّ السَّمٰاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَرَبُّ الْعَرْشِ الْعَظِيمِ („Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Gewaltigen, dem überaus Sanftmütigen. Es gibt keinen Gott außer Allah, dem Herrn der Himmel und der Erde und dem Herrn des gewaltigen Throns.“)

Seht, mit welch unglaublicher Feinheit der Heilige ProphetSAW die Etablierung des Tauhid lehrte. In einer Überlieferung von Abu RimthahRA heißt es: „Mein Vater bat den Gesandten AllahsSAW: ‚Zeigen Sie mir, was sich auf Ihrem Rücken befindet (d. h. das Siegel des Prophetentums), denn ich bin ein Arzt.‘ ErSAW entgegnete: ‚Allah ist der Arzt. Du bist lediglich ein Gefährte, der den Patienten tröstet und beruhigt. Der wahre Arzt ist Derjenige, der ihn erschaffen hat; Er allein ist es, der ihm Heilung gewährt.‘“

Das Zeugnis des wahren Glaubens

Hadhrat Ubada bin SamitRA erzählte, dass der Gesandte AllahsSAW sagte: „Wer bezeugt, dass es keinen anbetungswürdigen Gott gibt außer Allah, dass Er einzig ist und keinen Partner hat, und dass MuhammadSAW Sein Diener und Sein Gesandter ist; und dass Isa [Jesus] der Diener Allahs, der Sohn Seiner Dienerin, Sein Wort, das Er Maria übermittelte, und ein Geist von Ihm ist, und dass das Paradies wahr ist und die Hölle wahr ist, den wird Allah, der Erhabene, durch eines der acht Tore des Paradieses eintreten lassen – durch dasjenige, das Er will.“

Umair bin Hani überliefert diesen Bericht mit der gleichen Kette und hat ihn ebenfalls bestätigt. Er wies jedoch darauf hin, dass Allah ihm Folgendes nicht mitgeteilt habe, nämlich dass der Heilige ProphetSAW in seiner Aussage ebenfalls hinzugefügt habe: „Allah, der Erhabene, wird ihn in das Paradies eintreten lassen, ungeachtet seiner Taten.“ Dies habe er zwar gesagt, bis hierhin sei es korrekt, aber er habe nicht gesagt: „… durch dasjenige der acht Tore des Paradieses, das Er will.“ In dieser zweiten Überlieferung fehlt der Bezug auf die acht Tore.

Es wird von Hadhrat Ibn UmarRA überliefert, dass der ProphetSAW sagte: „Der Islam basiert auf fünf Dingen: Zu bezeugen, dass Allah gedient wird und die Anbetungswürdigkeit jedes anderen außer Ihm geleugnet wird, die Verrichtung des Gebets, die Entrichtung der Zakat, die Hadsch zum Haus Allahs und das Fasten im Ramadan.“ Es wird von Hadhrat YusairahRA, die zu den ausgewanderten Frauen gehörte, überliefert, dass der Gesandte AllahsSAW sprach: „O ihr Frauen, es obliegt euch, Tasbih [das Sprechen von „subḥān-Allāh“], Tahlil [das Sprechen von „lā ilāha illā-llāh“] und Taqdis [die Heiligkeit Allahs] auszudrücken. Seid nicht nachlässig, damit ihr nicht den Tauhid vergesst, und zählt dies an euren Fingern, denn wahrlich, am Tag der Auferstehung werden die Finger befragt werden und sie werden zum Sprechen gebracht werden.“ Das bedeutet, zählt auch beim Gedenken Allahs mit, verkündet Allahs Heiligkeit, preist Seine Einheit und lobpreist Ihn.

Die außerordentliche Leidenschaft des Heiligen ProphetenSAW zur Etablierung des Tauhid Allahs

Der Heilige ProphetSAW hat bei keiner Gelegenheit, in keiner Versammlung und in keiner Gesellschaftsschicht die Möglichkeit ungenutzt gelassen, der Umma dies ins Herz zu prägen und sie zur Etablierung des Tauhid Allahs und Seiner Erhabenheit zu ermahnen. In diesem Zusammenhang schreibt Hadhrat Musleh Mau’udRA an einer Stelle – beziehungsweise hat er es in einer Freitagsansprache dargelegt –, dass der Gesandte AllahsSAW diesbezüglich eine solch immense Leidenschaft besaß, dass selbst seine Feinde anerkennen mussten, dass er beim Sitzen und Aufstehen, beim Gehen und Stehen jederzeit unentwegt nach Gott rief.

So schreibt ein französischer Historiker – unabhängig davon, welche Vorwürfe er auch immer gegen MuhammadSAW erhebt –, dass ihm eine Eigenschaft an ihm auffiel. Er schreibt, dass er, seit die Welt besteht, eine solche Eigenschaft noch nie bei einer anderen Person beobachtet habe: „Seit dem Moment, in dem er seinen Anspruch auf das Prophetentum erhob“ – also als der Gesandte AllahsSAW sein Prophetentum verkündete –, so schreibt der Historiker, bis zum Zeitpunkt seines Todes, war nur ein einziges Wort stets auf seiner Zunge, und das war das Wort Allah. Es schien, als hätte er eine Obsession, einen wahren Enthusiasmus dafür, dass die Welt Gott anerkennt und Er sich in der Welt manifestiert.“

Jene also, die dieses Handeln des Heiligen ProphetenSAW, ununterbrochen an Gott zu erinnern und stets Allahs Namen zu nennen, als Wahnsinn bezeichnen, geben damit letztlich zu, dass die größte, wichtigste und allererste Aufgabe des Heiligen ProphetenSAW darin bestand, die Menschen von Gott und Seiner Einheit zu überzeugen. Selbst wenn sie es Wahnsinn nennen – es ist genau das, weshalb die Nachwelt den Besitzer dieser sogenannten „Besessenheit“ als den Vollkommensten ansah. Und selbst wenn sie ihn nicht als vollkommen ansehen, so sind sie doch zumindest der Überzeugung – auch wenn sie ihn nicht akzeptieren –, dass ein Mensch, der Tag und Nacht Gott anruft und unaufhörlich davon besessen ist, Seine Einheit und Seine Eigenschaften der Welt begreiflich zu machen, niemals ein schlechter Mensch sein kann.

Wie dem auch sei, wenn man diesen Zustand des Heiligen ProphetenSAW betrachtet, wird deutlich, dass das einzige Ziel seines Erscheinens sowie des Erscheinens aller Propheten in dieser Welt darin bestand, den Schirk auszumerzen, die Menschen zur Anerkennung Gottes zu bewegen und Seine Einheit in der Welt zu verbreiten.

Die letzte Mahnung gegen Schirk im Moment des Todes

Hadhrat Musleh Mau’udRA hat an einer anderen Stelle auch geschrieben – und er erwähnte es in einer Ansprache –, dass wir uns stets vor Augen halten müssen, dass, egal wie hochrangig der Gesandte AllahsSAW ist und wie sehr wir ihn lieben, die Erhabenheit Allahs des Erhabenen in jedem Fall weit über seinem Rang steht. Gott, der Erhabene, ist ewig und unvergänglich, und Muhammad, der Gesandte AllahsSAW, ist eine Seiner größten Segnungen. Es wäre eine Feindschaft gegenüber seiner Person, wenn wir ihm einen Status zuschreiben würden, der die Stellung Gottes, des Erhabenen, mindert. Denn der Heilige ProphetSAW selbst duldete es niemals – wie ich bereits zuvor in Ahadith erwähnt habe –, dass ihm ein Status über dem von Gott, dem Erhabenen, zugeschrieben wurde, und jede seiner Taten ist ein ausreichender Beweis dafür. Die gewaltigen Werke, die er vollbringen durfte, erforderten solch immense Kräfte, dass sie die Fähigkeiten eines jeden Menschen überstiegen. Sie konnten einzig und allein durch die Kraft Allahs, des Erhabenen, vollbracht werden; kein noch so starker Mensch wäre dazu in der Lage gewesen.

Als sich der Heilige ProphetSAW in den Qualen des Todes befand – ein Zustand äußerster Schmerzen –, berichtete Hadhrat AishaRA: „Früher dachte ich immer, dass jemand, der beim Sterben große Qualen leidet, kein guter Mensch sein kann, d. h. wenn jemand beim Sterben unruhig ist, ist er kein guter Mensch. Doch als ich den Heiligen ProphetenSAW sah, musste ich meine Meinung revidieren.“ Selbst in Momenten dieses unermesslichen Schmerzes dachte er so sehr an den Stellenwert Allahs, des Erhabenen – denn er wusste, wie tief die Liebe seiner Anhänger zu ihm war; eine derart innige Liebe, dass er fürchtete, sie könnten bezüglich seines Ranges übertreiben –, dass er selbst in seiner Agonie immer wieder folgende Worte sprach: „Möge Allah die Juden und Christen verfluchen, denn sie haben die Gräber ihrer Propheten zu Moscheen gemacht.“ Diese Worte wiederholte er unentwegt. Es war, als wäre seine letzte Mahnung und Lektion an die Umma folgende: „Schreibt mir keinen Rang zu, der zum Schirk führt. Und solltet ihr dies tun, denkt nicht, ich würde mich darüber freuen; vielmehr wird meine Seele jene verfluchen, die so etwas tun.“

Selbst im Fall des Heiligen ProphetenSAW bereitet ihm die Zuweisung eines Ranges, der die Stellung Allahs herabsetzt, keine Freude, sondern bringt vielmehr seinen Fluch über den Verursacher; und der Fluch im Augenblick des Todes ist äußerst gefährlich. Jene Menschen, die nicht Anhänger der Religion sind bzw. der wahren Religion – beispielsweise Hindus –, fürchten sich zutiefst vor dem Fluch im Moment des Todes. Wenn Eltern versterben, haben die Menschen große Angst vor ihren Flüchen. Wie weitreichend muss also die Bedeutung sein, wenn der Gesandte Gottes und der Meister aller Propheten im Moment des Todes solch einen Fluch ausspricht? Wie gewaltig ist dieser Fluch! Davor müssen wir uns in Acht nehmen. Das geschieht zwar nicht an seinem Grabmal, wie ich bereits erwähnt habe, aber an den Gräbern sogenannter Heiliger und Derwische wird genau dies praktiziert. Und genau dagegen richtet sich der Fluch im Gebet des Heiligen ProphetenSAW.

Da wir Anhänger des aufrichtigen Verehrers des Heiligen ProphetenSAW sind, müssen wir darauf achten, dass wir das wahre Wesen des Tauhid verinnerlichen, den Schmerz des Heiligen ProphetenSAW bezüglich der Etablierung des Tauhid verstehen und mit ganzer Kraft danach streben, wahrhafte Anhänger des Tauhid zu werden. Möge Allah, der Erhabene, uns die Fähigkeit dazu verleihen.

Die aktuelle Weltlage und der Ruf nach muslimischer Einheit

Auch die Kriegsumstände werden von Tag zu Tag schlimmer. Die USA und Israel bemühen sich darum, ihre Vorherrschaft über die gesamte Welt und insbesondere über die muslimische Welt aufzubauen. Wie der israelische Präsident bereits zu Beginn des Angriffs im Palästinakrieg verkündete, soll die Landkarte dieses Gebiets und auch die der arabischen Staaten neu gezeichnet werden. Es handelt sich um Versuche, die Landkarte zu verändern, und die muslimische Welt sollte nun endlich begreifen, in welche Richtung diese Leute steuern und dass ihre eigene Einheit von größter Wichtigkeit ist.

Man hört, dass Pakistan sich um eine Friedensvermittlung zwischen dem Iran, diesen Ländern und den USA bemüht. Da letztlich auch die arabischen Staaten Schaden nehmen, bemüht sich Pakistan in dieser Hinsicht. Doch selbst dies hat bei bestimmten Kreisen im Iran zu Argwohn geführt; sie betrachten es als falsch. In gebildeten Kreisen und unter Analysten im Iran wird sogar der Vorwurf erhoben, Pakistan würde in seinem eigenen Grenzgebiet amerikanische Soldaten ausbilden, sie unterstützen oder Personen fördern, die einen Krieg gegen den Iran führen sollen.

Das ist völlig unbegründet. Pakistan hat dies kategorisch dementiert. Der Feind möchte diese Situation ausnutzen, um Unruhe zu stiften, damit die muslimischen Länder einander niemals beistehen können. Aus diesem Grund bedarf es sehr vieler Gebete. Möge Allah, der Erhabene, uns die Fähigkeit gewähren, auch in dieser Hinsicht zu beten, und möge Er den islamischen Ländern die Fähigkeit verleihen, sich zu einer Kette der Einheit zusammenzuschließen.

Zusammenfassung der Freitagsansprache vom 27. März 2026

Das unerschütterliche Ehrgefühl des Heiligen ProphetenSAW für den Tauhid

In seiner Khutba erläuterte Hudhur-e AnwarABA das Thema des Tauhid (Einheit Allahs) anhand des Charakters des Heiligen ProphetenSAW. Nach der Eroberung von Mekka wurden die großen Götzen wie Manat, Uzza und Suwa zerstört, um die Machtlosigkeit dieser Gebilde zu demonstrieren. Ein besonderes Beispiel ist die Gesandtschaft der Bewohner von Ta’if, die darum baten, ihren Götzen Lat (genannt Rabbah) noch für drei Jahre, ein Jahr oder zumindest einen Monat beizubehalten, um einen sanften Übergang zum Islam zu ermöglichen. Aufgrund seines tiefen Ehrgefühls für den Tauhid lehnte der Gesandte AllahsSAW jede Kompromissbereitschaft ab und entsandte Hadhrat Abu SufyanRA sowie Hadhrat Mughira bin SchubaRA zur sofortigen Zerstörung des Götzen. Auch Hadhrat AliRA wurde mit der Mission betraut, Götzenstatuen zu vernichten und erhöhte Gräber zu ebnen, da solche Dinge den Tauhid negieren. Hudhur-e AnwarABA beklagte in diesem Zusammenhang, dass heute viele Muslime Gräber anbeten und Heilige anstelle von Allah anrufen.

Die Erziehung der Gefährten und die Abkehr vom Schirk

Der Heilige ProphetSAW führte einen beständigen Dschihad, um den Tauhid in den Herzen der Gläubigen zu verankern. Durch seine Läuterungskraft erzog er die Gefährten so feinsinnig, dass kein Raum für Schirk (Gottesgleichstellung) blieb. Er untersagte ausdrücklich jede Übertreibung in seinem eigenen Lobpreis und mahnte, ihn lediglich als Diener Allahs und Seinen Gesandten zu bezeichnen, so wie Hadhrat UmarRA berichtete. Ebenso verbot er, bei Vorvätern zu schwören; ein Eid dürfe nur bei Allah geleistet werden oder man solle schweigen.

Der hohe Rang der Kalima und die Kritik an heutiger Unterdrückung

Hudhur-e AnwarABA betonte die Unantastbarkeit eines Menschen, der die Kalima (das Glaubensbekenntnis) spricht. Anhand der Berichte von Hadhrat Miqdad bin AmrRA und Hadhrat Usama bin ZaidRA verdeutlichte er, dass der Heilige ProphetSAW es streng untersagte, jemanden zu töten, der „La ilaha illAllah“ sagt – selbst wenn dies aus Angst vor der Waffe geschieht. Er tadelte Hadhrat UsamaRA mit den Worten: „Warum hast du nicht sein Herz gespalten, um zu wissen, ob er es aus tiefstem Herzen gesagt hat?“ In diesem Kontext wies Hudhur-e AnwarABA auf die Grausamkeiten der heutigen Maulawis in Pakistan hin, die Ahmadis trotz deren Bekenntnis zur Kalima verfolgen. Er mahnte die Anhänger dieser extremistischen Geistlichen, über das Urteil des Heiligen ProphetenSAW in diesen Überlieferungen nachzudenken.

Schirk als größte Ungerechtigkeit und die Gefahr der Zurschaustellung

Der Gesandte AllahsSAW bezeichnete den „kleinen Schirk“ – die Zurschaustellung (Riya) von Taten aus eigennützigen Motiven – als eine große Gefahr. Allah verabscheut es, wenn Menschen anderen schmeicheln oder heuchlerische Taten vollbringen. Basierend auf dem Qur'an-Vers „Götzendienst ist fürwahr ein schwerer Frevel“ (Sure Luqman) wird Schirk als die größte Ungerechtigkeit (Zulm) definiert. Ungerechtigkeit bedeutet hier, eine Sache an einen unpassenden Ort zu setzen. Wer göttliche Eigenschaften anderen zuschreibt, entfremdet sich von seiner Bestimmung als Diener Allahs. Ein vollkommener Glaube ist nur dann möglich, wenn er völlig frei von Schirk und moralischen Verfehlungen ist.

Die tiefe Weisheit der Sure Al-Ikhlas

Hudhur-e AnwarABA erläuterte die Bedeutung der Sure Al-Ikhlas. Der Verheißene MessiasAS erklärte, dass diese Sure vier Arten von Schirk widerlegt: in Bezug auf die Anzahl (Gott ist Eins), den Rang (Gott ist absolut unabhängig/Samad), die Abstammung (Er hat weder Sohn noch Vater) und die Werke (Niemand ist Ihm gleich). Die Gefährten liebten diese Sure so sehr, dass manche sie in jedem Rak’at ihres Gebets rezitierten. Der Heilige ProphetSAW bezeichnete sie als ein Drittel des Qur’an. Hadhrat Musleh Mau’udRA erklärte dies damit, dass die Sure die zwei größten Unruhen (Fitna) der Endzeit widerlegt: den Glauben an die Trinität (Dajjal) und den Atheismus (Gog und Magog). Die Verteidigung der Einheit Gottes nimmt ein Drittel der qur'anischen Thematik ein.

Die Mission des Verheißenen MessiasAS zur Wiederherstellung des Tauhid

Der Glaube an den wahren Tauhid kann laut dem Verheißenen MessiasAS nur durch die Nachfolge des Heiligen ProphetenSAW und die Wahrnehmung lebendiger Zeichen erlangt werden. Da in der heutigen Zeit das Verständnis für den Tauhid selbst unter Muslimen verloren gegangen ist, sandte Allah den Verheißenen MessiasAS, um diese Lehre wiederherzustellen. Die Gründung der Jamaat am 23. März (Yaum-e-Masih-e-Mau'ud) diente dem Zweck, den Schwur zu leisten, stets am Tauhid festzuhalten. Hudhur-e AnwarABA betonte, dass wir diesem Bai’at nur gerecht werden, wenn wir den Tauhid in uns selbst, unseren Familien und der Gesellschaft etablieren.

Gebete zur Festigung des Glaubens und zur Vergebung

Mehrere Ahadith unterstreichen die Macht des Tauhid:

  • Wer Allah nichts zur Seite stellt, dem vergibt Er selbst Sünden, die die Erde füllen.
  • Die Kalima „La ilaha illAllah“ wiegt schwerer als die sieben Himmel und Erden.
  • Die wahre Bedeutung der Kalima ist: kein anderes Ziel, kein anderer Geliebter und kein anderer Gebieter außer Allah.
  • Der Heilige ProphetSAW lehrte spezifische Gebete gegen den Schirk, für den Morgen und Abend sowie für Zeiten der Not (z. B. „Allah, Allah ist mein Herr, ich stelle Ihm absolut nichts zur Seite“). Er bezeichnete Allah als den wahren Arzt, der Heilung gewährt.

Die letzte Mahnung des ProphetenSAW und die aktuelle Weltlage

Selbst in seinen letzten Momenten unter großen Schmerzen warnte der Heilige ProphetSAW vor Schirk und verfluchte jene, die Gräber von Propheten und Heiligen zu Anbetungsstätten machen. Er wollte verhindern, dass man ihm einen Status zuschreibt, der die Stellung Allahs mindert. Zum Abschluss ging Hudhur-e AnwarABA auf die sich verschlechternde Weltlage ein. Die USA und Israel streben nach Vorherrschaft und versuchen, die Landkarte der muslimischen Welt zu verändern. Er rief zu Gebeten für die Einheit der muslimischen Länder auf. Berichte über Spannungen zwischen Pakistan und dem Iran bezeichnete er als Versuche des Feindes, Unruhe zu stiften. Die muslimische Welt müsse endlich begreifen, dass ihre Einheit von höchster Wichtigkeit ist, um diesen Gefahren zu begegnen. Amin.

TauhidDie absolute Einheit und Einzigartigkeit Allahs, das zentrale Fundament des Islam.
SchirkDie Beigesellung von Partnern zu Allah oder die Gleichsetzung anderer Wesen mit Seinen Eigenschaften; gilt als schwerer Frevel.
RiyaReligiöse Zurschaustellung oder Augendienerei, auch als 'kleiner Schirk' bezeichnet, bei der Taten für die Anerkennung durch Menschen statt für Allah verrichtet werden.
KalimaDas islamische Glaubensbekenntnis ('Es gibt keinen Gott außer Allah...'), das den Kern des Tauhid ausdrückt.
IstighfarDas inständige Bitten um Vergebung bei Allah für bewusste und unbewusste Sünden.
SamadEine Eigenschaft Allahs aus der Sure Al-Ikhlas, die Ihn als den absolut Unabhängigen beschreibt, auf den alles erschaffene Sein angewiesen ist.
DajjalDer Antichrist, der laut Prophezeiungen in der Endzeit durch Täuschung und Atheismus eine große Unruhe (Fitna) stiften wird.
LäuterungskraftDie heilige spirituelle Kraft eines Propheten, die zur inneren Reinigung und moralischen Erziehung seiner Anhänger führt.
Themen:
Tauhid (Die absolute Einheit Gottes)Vermeidung von Schirk (Götzendienst)Die Bedeutung der Sure Al-IkhlasDer Charakter und das Ehrgefühl des Heiligen ProphetenSAWDie Rolle des Verheißenen MessiasAS in der EndzeitGefahren der Riya (Zurschaustellung)Einheit der muslimischen Ummah in KrisenzeitenDie Läuterungskraft der prophetischen Erziehung

Tatplan der Woche

Checkliste für den Alltag

Aktionsplan Missionary Incharge Büro

Wöchentlicher Umsetzungsplan basierend auf der Khutba

Die Einheit Gottes (Tauhid) Im Lichte Des Gesegneten Lebens Des Heiligen ProphetenSAW


„Das Wesen des Schöpfers wurde als frei von jeglicher Art von Teilhaberschaft beschrieben“
(Verheißener MessiasAS - BARĀHĪN-e-AḤMADIYYA – TEIL IV, S. 451)

قُلۡ ہُوَ اللّٰہُ اَحَدٌ ۚ﴿۲﴾اَللّٰہُ الصَّمَدُ ۚ﴿۳﴾ لَمۡ یَلِدۡ ۬ۙ وَلَمۡ یُوۡلَدۡ ۙ﴿۴﴾
وَلَمۡ یَکُنۡ لَّہٗ کُفُوًا اَحَدٌ ﴿۵﴾

Sprich: „Er ist Allah, der Einzige; Allah, der Unabhängige. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt; und keiner ist Ihm gleich.“

„Und die Bedeutungen von lā ilāha illallāh stellen sich nach einer geeigneten Verwendung arabischer Nachschlagewerke wie folgt dar:
لا مَطْلُوبَ لِي وَلَا مَحْبُوبَ لِي وَلَا مَعْبُودَ لِي وَلَا مُطَاعَ لِي إِلَّا اللَّهُ

D.h. Für mich gibt es kein anderes Sinnen und Trachten, keinen anderen Geliebten, keinen anderen Angebeteten und keinen anderen Gebieter als Allah.“ (Licht des Qur‘an, Nummer 2, S. 85)

„Kurzum können wir dem wahren Treuegelübde (Bai‘at) nur dann gerecht werden, wenn wir wahrhaft an das Tauhid glauben. (…) Wir haben das Gelübde abgelegt, dass wir stets am Tauhid festhalten werden.“

Umsetzungsplan für diese Woche

1
im eigenen Wesen, der Familie und Gesellschaft das Tauhid etablieren
2
bei einem Schwur darf nur auf das Wesen Gottes geschworen werden
3
von jeglichem Unrecht fernbleiben: Shirk (Polytheismus) & bzgl. der Mitmenschen
4
Schutz vor „subtilem Shirk“: richtige Intention, keine Zurschaustellung
5
die Surah Al-Ikhlas mit Achtsamkeit und Reflexion rezitieren
6
Besuch der lokalen Jalsa des Tages des Verheißenen MessiasAS
7
Sprechen von: subḥāna llāh (Heilig ist Allah), al-ḥamdu li-llāh (Aller Preis gebührt Allah), lā ʾilāha ʾillā llāh (Niemand ist anbetungswürdig außer Allah), allāhu ʾakbar (Allah ist der Größte)

As-salāmu ʿalaikum wa-raḥmatullāh, wir haben die Freitagsansprache für dich so aufbereitet, dass du sie leicht verstehen kannst.

☝️ Nur Allah allein: Was bedeutet Tauhid?

In seiner Ansprache hat unser geliebter Hudhur-e AnwarABA darüber gesprochen, wie wichtig es ist, dass wir nur an den einen Gott glauben. Das nennt man Tauhid. Als der Gesandte AllahsSAW Mekka eroberte, ließ er alle Götzenstatuen zerstören. Die Leute aus der Stadt Ta’if baten ihn sogar, ihren Götzen nur noch für kurze Zeit zu behalten, aber das Ehrgefühl des Heiligen ProphetenSAW für Allah war so groß, dass er keinen einzigen Tag länger erlaubte. Er wollte zeigen: Nur Allah ist anbetungswürdig!

🗿 Warum wir keine Statuen oder Gräber anbeten

🌟 Hadhrat AliRA erzählte einmal, dass er den Auftrag hatte, alle Götzenbilder zu entfernen und Gräber, die zu hoch gebaut waren, flach zu machen. 😔 Hudhur-e AnwarABA findet es sehr traurig, dass heute viele Muslime zu Gräbern von Heiligen gehen und dort beten, als könnten diese Menschen ihnen helfen. Aber wir dürfen nur Allah um Hilfe bitten! 🚫 Übertreibe niemals im Lobpreis: Der Heilige ProphetSAW sagte, wir sollen ihn nicht so übertrieben verehren wie die Christen JesusAS verehrten. Er sagte: „Ich bin nur Allahs Diener und Sein Gesandter.“

⚔️ Die Kraft der Kalima: „Lā ilāha illā llāh“

🛡️ Es gibt eine spannende Geschichte von Hadhrat MiqdadRA. Er fragte den Heiligen ProphetenSAW, ob er einen Feind im Kampf töten dürfe, der ihm gerade die Hand abgeschlagen hat, dann aber plötzlich die Kalima spricht. ❤️ Der Gesandte AllahsSAW sagte streng: „Töte ihn nicht!“ Denn sobald jemand sagt, dass es keinen Gott außer Allah gibt, gehört er zu den Muslimen. Wir dürfen nicht in das Herz eines Menschen schauen – das kann nur Allah. Wer jemanden tötet, der die Kalima spricht, begeht eine große Sünde.

🕵️‍♂️ Der „kleine“ Schirk – Sei wachsam!

Was ist eigentlich Schirk? Schirk bedeutet, Allah jemanden oder etwas zur Seite zu stellen. Aber es gibt auch den „kleinen Schirk“: 👀 Riya (Zurschaustellung): Wenn du etwas Gutes tust (wie Gebet oder Spenden), nur damit andere dich sehen und sagen: „Schau mal, wie brav er/sie ist“, dann ist das kleiner Schirk. 💖 Wir sollten alles nur für Allah tun, nicht für das Lob von Menschen.

📖 Die Sure, die so viel wert ist wie ein Drittel des Qur’an

Wusstest du, dass die Sure Al-Ikhlas (Qul huwallāhu ahad...) unglaublich wichtig ist? 💎 Der Heilige ProphetSAW sagte, sie ist wie ein Drittel des ganzen Qur’an! 🏠 Ein Imam liebte diese Sure so sehr, dass er sie in jedem Gebet las. Der Heilige ProphetSAW sagte ihm: „Deine Liebe zu dieser Sure hat dich in das Paradies geführt.“ 🚫 In dieser Sure lernen wir: Allah hat keinen Vater, keinen Sohn und niemand ist Ihm gleich. Das schützt uns vor falschen Ideen wie dem Atheismus (dem Glauben, dass es gar keinen Gott gibt).

🕯️ Der Verheißene MessiasAS und der wahre Glaube

Hudhur-e AnwarABA erinnerte uns daran, dass der Verheißene MessiasAS gekommen ist, um den Tauhid (den Glauben an den einen Gott) wieder in der Welt zu verbreiten. 🤝 Durch unser Bai’at haben wir versprochen, dass wir immer fest an dem einen Gott festhalten. Wir müssen uns anstrengen, dass wir, unsere Familien und unsere Freunde diesen wahren Glauben im Herzen tragen.

🤲 Wunderschöne Gebete für dich

Der Heilige ProphetSAW hat uns viele Gebete gelehrt, um uns vor Schirk zu schützen. Hier sind zwei, die du dir merken kannst:

  1. ✨ „Allah, Allah ist mein Herr, ich stelle Ihm absolut nichts zur Seite.“ (Dieses Gebet hilft bei Sorgen und Schwierigkeiten).
  2. ☀️ Am Morgen: „Wir haben den Morgen erreicht im Zustand der natürlichen Veranlagung des Islam und beim Glaubensbekenntnis der Aufrichtigkeit und des Tauhid...“

🌍 Gebete für die Welt und die Muslime

Am Ende sprach Hudhur-e AnwarABA über die schwierige Lage in der Welt, besonders in Palästina und zwischen Ländern wie Pakistan und dem Iran. 🤝 Der Feind möchte, dass die muslimischen Länder sich streiten. 🙏 Deine Aufgabe: Bete viel für die Einheit der Muslime und für den Frieden auf der Welt. Nur wenn die Muslime zusammenhalten, können sie stark sein.

🎨 Interaktive Aktivitäten für dich

  1. Das Kalima-Poster: Gestalte ein schönes Poster mit der Kalima (Lā ilāha illā llāh Muhammadur rasūlullāh). Benutze bunte Farben und hänge es in deinem Zimmer auf, um dich immer daran zu erinnern, dass Allah der Einzige ist.
  2. Die „Nur für Allah“-Challenge: Versuche einen ganzen Tag lang, jede gute Tat (Hausaufgaben machen, Zimmer aufräumen, Gebet) ganz heimlich oder ohne Stolz zu machen. Wenn dich jemand lobt, sag leise „Al-Hamdu lillah“ (Aller Preis gebührt Allah) und denke daran, dass du es für Ihn getan hast.
  3. Sure Al-Ikhlas Forscher: Lies dir die Übersetzung der Sure Al-Ikhlas genau durch. Findest du die vier Dinge, die Allah dort über Sich selbst sagt? (Tipp: Er ist Einer, Er ist unabhängig, Er hat keine Kinder/Eltern, Er ist unvergleichlich). Erzähle deinen Geschwistern oder Eltern beim Abendessen, warum diese Sure wie ein Drittel des Qur’an ist.

Khutba für Kinder

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